Raus aus der Stressfalle Bewerbungsgespräch

Atme Dich frei
Viele von Ihnen kennen die Situation: Sie sind kurz vor dem Bewerbungsgespräch und plötzlich zittern die Knie, Schweißperlen bilden sich auf Ihrer Stirn, Ihr Herz beginnt schneller zu schlagen, Ihr Mund fühlt sich an wie ausgetrocknet, und Ihnen fehlen die Worte. Noch schlimmer als das: Sie können sich trotz Vorbereitung nicht mehr an Ihre Kernaussagen erinnern.

Wenn ein Vorstellungsgespräch so beginnt, stehen die Chancen nicht gut den Traumjob zu bekommen. Oftmals geraten Bewerber, die bereits nervös und gestresst in ein Bewerbungsgespräch starten, während des Gesprächs noch mehr in Stress. Sie beginnen zu stammeln, die Worte verlieren an Zusammenhang, und Sie erinnern sich nicht mehr an das, was Sie beim Vorstellungstermin wirklich sagen wollten. Selbst wenn Sie die beste Qualifizierung und Kompetenz für diese Position haben, hinterlässt Ihr Auftreten bei Ihrem Gesprächspartner keinen guten Eindruck.

Glücklicherweise gibt es einen Ausweg aus dieser Situation: Sie können ruhig und gelassen ins Vorstellgespräch gehen, wenn Sie folgende 3 Schritte beachten:

 

1. Schritt: Erden Sie sich gut und stellen Sie eine Verbindung zu dem Boden unter Ihren Füßen dar

Oftmals sind wir vor den Bewerbungsgesprächen zu sehr im Kopf und bei unseren Gedanken. Dadurch spüren wir unseren Körper und uns selbst nicht mehr. Geerdet zu sein ist aber wichtig, um kraftvoll im Hier und Jetzt agieren und all unsere Energie bestmöglich nutzen zu können.

Um dahin zu gelangen, nehmen Sie am besten eine stehende Position ein. Dadurch haben ihre Füße ein höheres Gewicht zu tragen als im Sitzen, und Sie können Ihre Fußsohlen besser wahrnehmen. Konzentrieren Sie sich auf die Verbindung zwischen Ihren Füßen und dem Boden unter Ihnen. Spüren Sie, wie der Boden Sie trägt und Ihnen Halt gibt.

 

2. Schritt: Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem

Wenn wir gestresst und nervös sind, wird der Atem meist schneller und flacher. Der veränderte Atemrhythmus führt wiederum zur Erhöhung des Stresspegels. Zusätzlich nutzen wir unser Atemvolumen und somit die uns zur Verfügung stehende Lebensenergie nicht ganz aus.

Der Weg zu einer ruhigen und tiefen Atmung beginnt mit der Wahrnehmung Ihres Atems.  Nehmen Sie wahr, wie Sie ein- und ausatmen. Konzentrieren Sie sich nur auf Ihren Atem, und lassen Sie dabei die Gedanken vorüberziehen. Wenn Gedanken kommen, lassen Sie diese einfach gehen, und bleiben Sie mit Ihrer Konzentration bei Ihrem Atem. Verlangsamen Sie Ihren Atemrhythmus dadurch, dass Sie beispielsweise 4 Sekunden lang ein- und ausatmen. Sie können diese Übung noch verstärken, indem Sie während des Einatmens Ihren Beckenboden anspannen und beim Ausatmen wieder loslassen. Dadurch kräftigen Sie ihre Körpermitte und gleichzeitig Ihr Energiezentrum.

 

3. Formulieren Sie positive Gedanken

Oftmals hindern Bewerber negative Glaubensätze und die eigenen Gedanken an das mögliche Scheitern am Erfolg. Sie denken viel mehr an das, was nicht gelingen könnte, als an das, was sie gut können. Gerade vor dem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, die richtigen Gedanken zu fassen. Stellen Sie sich vor, wie Sie Ihrem Gegenüber ruhig und mit all Ihrer Präsenz entgegentreten.  Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Stärken und Ihre größten Erfolge. Stellen Sie sich den bestmöglichen Ablauf des Bewerbungsgespräches vor: Sie sind auf alle Fragen optimal vorbereitet, sind ruhig und gelassen und kommen mit jeder Antwort besser in Ihre Kraft.

 

Resümee

Wenn Sie diese 3 Schritte umsetzen – kraftvolle Erdung, bewusstes Atmen und positives Denken – werden Sie bei jedem Bewerbungsgespräch Ihre optimale Leistung erbringen können.

 

Zur Autorin:

Eva-Maria-Schneider berät Unternehmen zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement, Achtsamkeit und Atmung

Bildnachweis: belchonock/Quelle: www.istockphoto.com

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