Nervös im Vorstellungsgespräch

„Die Nächste, bitte!“ Keine Angst beim Vorstellungsgespräch
Heiße Wangen, Zittern, Stottern und Schweißausbrüche? Sie haben sich so gründlich vorbereitet und jetzt das! Mit den folgenden Tipps bekommen Sie zuerst Ihre Angst in den Griff und dann den Job.

Zuerst gilt es zu erkennen, welche Stresssymptome Sie selbst auslösen und wie Sie lernen können, besser mit diesen umzugehen. Wenn Sie wissen, was Sie warum in „Prüfungssituationen“ am meisten beschäftigt, können Sie das nächste Mal, wenn es drauf ankommt, am besten auf sich selbst eingehen. Darüber hinaus beachten Sie Faktoren, die Sie vielleicht nicht so unmittelbar beeinflussen können, äußere Situationen, die Sie jedoch zu Ihrem Gunsten beeinflussen können. Wie Sie deuten können, ob das Vorstellungsgespräch gut gelaufen ist, zeigen wir Ihnen in einem anderen Artikel

 

Vorbereitet und pünktlich zum Vorstellungsgespräch

Um mit mehr Souveränität und weniger Unsicherheit in die Situation zu kommen, beginnen Sie am besten Tage zuvor mit kleinen Schritten, „der Annäherung“ an das Gespräch. Nutzen Sie ein paar Minuten zwischendurch, um die Website des Unternehmens zu besuchen, beachten Sie seinen Social Media Auftritt, vielleicht haben Sie Freunde oder Bekannte, die für das Unternehmen oder ein ähnliches arbeiten. Sprechen Sie mit Ihnen über deren Erfahrungen. Tauchen Sie ein in die Philosophie des potenziellen Arbeitgebers. Machen Sie sich mit seinem Wording vertraut. Informieren Sie sich in groben Zügen über die Geschichte dieses Unternehmens.

Wenn Sie Zeit haben, besuchen Sie den Sitz bereits vor dem Vorstellungsgespräch, um dort an der frischen Luft zu spazieren oder einen Kaffee zu genießen. „Kommen Sie an“ und entspannen Sie sich an diesem Ort, den Sie erstmal ganz für sich kennenlernen. Dies hat den Vorteil, am Tag der Entscheidung bereits mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu sein. Bereiten Sie sich vor allem auf Ihre Selbstpräsenation im Bewerbungsgespräch vor, um zusätzliche Nervosität zu vermeiden.

 

Inhalte, keine Stehsätze

Sie werden sich nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten können, und das ist auch gut so. Ihr zukünftiger Arbeitgeber möchte auch wissen, wie Sie spontan handeln und reagieren, wenn Sie keine Zeit hatten, sich eine ausgefeilte Strategie zurechtzulegen. Allerdings gibt es eine Reihe von Bewerbungsfragen, die mit gewisser Wahrscheinlichkeit an Sie gerichtet werden. Bereiten Sie sich darauf vor.

Zudem bekommen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit, nach offen gestellten Fragen über sich, Ihre Werte, Ihren Lebensweg und eigene Stärken und Schwächen zu erzählen. Überlegen Sie sich, was Sie darauf antworten wollen, und üben Sie aussagekräftige, verbale Kurzpräsentationen im Gespräch mit Freunden spielerisch und nicht auf den Wortlaut genau einstudiert. Sie wollen ja ungezwungen rüberkommen.

 

Atmen und Körpersprache im Job-Interview

Erinnern Sie sich, vor und vor allem im Gespräch, regelmäßig und entspannt tief ein- und auszuatmen. Dies stabilisiert den Kreislauf, senkt Ihren Blutdruck und wirkt sich positiv auf Stimmlage und Sprechtempo aus. Idealerweise bewegen Sie sich davor eine Viertelstunde an der frischen Luft. Dann ist Ihr Gehirn mit ausreichend Sauerstoff versorgt und funktioniert bestmöglich.

Haben Sie keine Angst vor dem Recruiter oder der Recruiterin. Diese tun Ihren Job und Sie haben es in der Hand, die gesamte Situation günstig zu beeinflussen, auf eine Art, dass sich auch er oder sie dabei wohler fühlt und diese möglicherweise sogar genießt. Lesen Sie wie der perfekte Händedruck funktioniert. Tipps für die entspannteste Körperhaltung im Bewerbungsgespräch.

 

Kaugummi oder Bonbon statt Kaffee

Versuchen Sie, auf Kaffee zu verzichten. Er dehydriert Ihren Körper und gibt Ihnen nicht die nötige Ruhe, sondern macht noch aufgeregter. Um keine trockene Kehle zu bekommen, lutschen Sie ein Bonbon oder einen Kaugummi. Damit bereiten Sie Ihre Zunge und Ihren Stimmapparat auf das Gespräch vor. Gehen Sie jedoch keinesfalls mit Kaugummi oder Bonbon ins Gespräch. Idealerweise haben Sie einige Zeit vorher eine Kleinigkeit gegessen, erscheinen jedoch weder richtig satt, noch ausgehungert zum Termin.

 

Talisman & Kleidung

Sie müssen nicht abergläubisch sein, um etwas Persönliches bei sich zu tragen, dass Ihnen ein gutes Gefühl gibt oder Sie an etwas Schönes erinnert. Ganz gleich, ob dies ein Foto von einem geliebten Menschen oder der Stein, den Sie im letzten Urlaub auf den Philippinen am Strand gefunden haben, ist. Solche Gegenstände ankern Sie auch in kritischen Augenblicken emotional und sind Ihre Verbindung zur „Welt da draußen“, in der Sie – ganz gleich, wie sehr Sie unter Druck geraten mögen – auch schon so viel Gutes erlebt haben.

Nicht zuletzt hilft es, korrekt gekleidet zum Gespräch zu kommen, zugleich jedoch Kleidung zu tragen, in der Sie sich wohl fühlen. Erfahren Sie mehr über das ideale Outfit, um erstmals einem neuen Arbeitgeber gegenüberzutreten.

Sehen Sie alle Bewerbungstipps auf einen Blick, damit Sie gestärkt in den kommenden Bewerbungsmarathon starten können.

Bildnachweis: SIphotography/Quelle: www.istockphoto.com

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