Bewerbungsvideo: Film ab für den Job

Eine originelle Bewerbung kann Ihnen den Weg zu Ihrem Traumjob ebnen.
Bei der Jobsuche werden Bewerbungsvideos immer beliebter. Mit einem Clip können Sie sich gegen andere Bewerber durchsetzen. Wir geben fünf Tipps, wie die Jobsuche per Video zum Erfolg wird.

Das Drehen eines Bewerbungsvideos ist anspruchsvoll. Ähnlich wie bei einem Bewerbungsschreiben kann man mehrere Stunden – sogar Tage – in ein solches Projekt investieren. Wer finanziell die Möglichkeiten hat, sollte sich an Profis wenden. Wer sich selber an ein Video wagen möchte, braucht viel Zeit, Kreativität und das passende Equipment. Ansonsten gilt: Hände weg.

 

Video ersetzt nicht die klassische Bewerbung

Videobewerbungen sind nicht zwingend, wenn sie gut gemacht sind, dann sind sie allerdings durchaus willkommen. Videos sind aussagekräftiger als Bewerbungsfotos, denn der Personaler bekommt sehr schnell einen ersten Eindruck von Ihnen, wie Sie wirken und ob Sie ins Team passen. Speziell bei Jobs mit Kundenkontakt oder im Medien- und Kreativbereich macht es jeden Falles Sinn, über eine Videobewerbung nachzudenken. Wichtig: ein Bewerbungsvideo ersetzt nicht die klassische Bewerbung. Bei Initiativbewerbungen müssen Sie trotzdem eine Bewerbungsmappe mit Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und fallweise Arbeitsproben mitschicken. Wenn Sie sich postalisch bewerben, dann legen Sie das Video am besten als CD bei. Wenn Sie sich per E-Mail bewerben, dann setzen Sie einen Link zum Video.

 

 

1. In der Kürze liegt die Würze

Überlegen Sie sich, wie lang Ihr Video sein soll. Kurz und knapp ist bei einem Bewerbungsvideo immer besser. Ihr Clip sollte die wichtigsten Informationen in zwei bis drei Minuten wiedergeben. Die ersten Sekunden zählen! Der Text muss sitzen, starr auswendig gelernte Texte wirken jedoch unnatürlich. Sie können Ihre Präsentation ja im Vorfeld vor dem Spiegel üben. Am besten versuchen Sie so authentisch wie möglich zu sein. Oftmals fällt es im Stehen leichter sich zu präsentieren. Achten Sie dabei auf eine entspannte Körpersprache.

 

2. Der Stil ist entscheidend

Was sagen Sie im Video? Diese Frage sollten Sie vorab klären. Wichtig ist, dass Sie vermitteln, warum Sie die richtige Person für die Stelle sind. Achten Sie dabei auch auf den Stil. Wer bei einer Rechtsanwaltskanzlei anfangen möchte, sollte auf den Vortrag setzen. Wer hingegen in einer PR-Agentur arbeiten will, darf ruhig frei sprechen.

 

3. Professionell drehen lassen vs selbst drehen

Wer es ganz professionell angehen möchte, lässt sich am besten coachen, denn der Auftritt vor der Kamera will gelernt sein. Es gibt sogar spezielle Agenturen, die Bewerbungsvideos herstellen. Oftmals bieten auch Fotografen, die Bewerbungsfotos machen, einen Videodreh für Bewerbungsvideos an. Dies kostet natürlich einiges. Mit 300 Euro müssen Sie auf jeden Fall rechnen. Eine kreative qualitativ hochwertige Umsetzung mit Konzept kommt jeden Falls besser an, als ein unprofessioneller Schnellschuss.

Falls Ihnen das zu teuer ist, dann können Sie es auch selbst probieren. Dabei sollten Sie jedoch einiges beachten: Verwenden Sie am besten eine spezielle Video- oder Bewerbungssoftware, diese kann man sich günstig im Internet besorgen. Dabei finden Sie häufig auch eine kurze Anleitung zur Selbstpräsentation und nützliche Fragen, die Sie im Video beantworten können. Wie beim ersten Eindruck, sind auch im Bewerbungsvideo die ersten Sekunden ausschlaggebend. Ein freundliches Lächeln, eine angenehmen Stimme und lockere Körperhaltung lassen Sie sympathisch wirken. Sie sollten nicht ihren Lebenslauf aufzählen, sondern viel eher auf folgende Fragen eingehen: Wer bin ich? Was mache ich besonders gerne? Was sind meine Stärken? Warum bin ich der richtige Bewerber für diese Stelle? Das Video sollte nicht zu lang sein. Daher müssen Sie sich in wenigen Sätzen präsentieren.

Beim Dreh: positionieren Sie die Kamera so, dass Augen und Körper etwa in der Bildmitte sind. Das Video sollte kurz, prägnant und seriös sein. Bitte vermeiden Sie unbedingt unscharfe oder verwackelte Aufnahmen oder laute Hintergrundgeräusche. Am besten Sie verwenden ein Stativ oder platzieren die Kamera so, dass sie nicht wackelt.

 

4. Outfit und Location

Sowohl Ihre Kleidung als auch der Ort, den Sie für den Videodreh wählen, sind bedeutend. Das Outfit sollte so ausgewählt werden, als ob Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen. Make-Up: Bei bewegten Bildern wird es immer empfohlen, dezentes Make-Up zu tragen. Egal ob männlich oder weiblich pudern Sie ihr Gesicht, damit es nicht glänzt. Beim Ort sollten Sie auf den Hintergrund achten und Umgebungsgeräusche vermeiden. Wer vor laufender Waschmaschine dreht, macht keinen guten Eindruck. Mit einer neutralen und ruhigen Umgebung können Sie nur punkten.

 

5. Wiederholungen

Im Gegensatz zu einem Bewerbungsgespräch kann man einen Videodreh beliebig oft wiederholen. Darum sollte man sich genügend Zeit nehmen und auch mehrere Clips drehen bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann fragen Sie Freunde und Bekannte nach ihrer Meinung. So können Sie sich gleich Feedback einholen und ihr Bewerbungsvideo optimieren.

 

6. Nutzen Sie YouTube & Co.

Experten empfehlen Bewerbungsvideos  auf eigens dafür vorgesehene Plattformen, wie etwa http://www.jedd.it/ hochzuladen. Aber auch eine Veröffentlichung auf YouTube und Vimeo ist möglich. Bedenken Sie jedoch, dass Ihr Clip dann für jeden zugänglich ist. Mit der richtigen Einstellung ist das Video nur für ausgewählte Personen per Link sichtbar.

 

Wir haben für Sie ein paar Beispiele, wie ein Bewerbungsvideo aussehen sollte und wie nicht:

So sollte der Clip sein

So sollte der Clip nicht sein

Wir haben für Sie weitere kreative Bewerbungen zusammengeschrieben.

Bildnachweis: nemke/Quelle: www.istockphoto.com

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