Storytelling im Bewerbungsschreiben

Ihre Bewerbung floppt? So setzen Sie Storytelling im Bewerbungsschreiben gekonnt ein.
Geschichten verbinden Menschen und machen Erlebnisse anderer greifbar. Warum sich den ältesten Trick der Menschheit also nicht dort zunutze machen, wo es darum geht, sich selbst zu verkaufen – im Bewerbungsschreiben?

Wer in seinem Motivationsschreiben auf Geschichten und Beispiele von erfolgreichen „Heldentaten“ setzt anstatt elendslanger Litaneien von angeblichen Kompetenzen, hat in jedem Fall schon mal die Aufmerksamkeit der Personaler – und bleibt im besten Fall länger im Gedächtnis haften als die Konkurrenz. „Drachentötergeschichten“ nennen das Storytelling-Profis im Fachjargon: Geschichten von eigenen Erfolgen in der Vergangenheit, die auch dem aktuellen Wunscharbeitgeber von Nutzen sein können. Wir zeigen Ihnen in einem anderen Artikel  Bewerbungstrends, mit denen Sie garantiert nicht baden gehen.

 

Geschichten auf das Unternehmen zuschneiden

Wichtig: Auch wenn es sich um Geschichten handelt, müssen diese kurz und knackig formuliert werden – kein Personaler will seitenlange Bewerbungsschreiben lesen. Am besten recherchieren Bewerber daher schon vorab, mit welchen Problemstellungen und Herausforderungen das Unternehmen aktuell konfrontiert ist – und überlegt sich, welche seiner Leistungen in der Vergangenheit geeignet sind, das Problem zu lösen.

Das Massachussetts Institute of Technology empfiehlt für das Erzählen von Geschichten die sogenannte STAR-Methode. Sie setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

  • Situation: Welche Situation haben Sie vorgefunden?
  • Task: Was war Ihre Aufgabe?
  • Action: Was haben Sie konkret getan?
  • Result: Welches Ergebnis haben Sie erzielt?

Der Unterschied zu klassischen Qualifikationsbehauptungen wie „Ich habe jahrelange Erfahrung mit Change Management Prozessen“ ist: Eine Geschichte macht die eigene Kompetenz greifbar und stellt anschaulich dar, zu was man in der Lage ist – und wie das dem Wunscharbeitgeber helfen könnte. Personaler erleben den Bewerber so direkt in Aktion und können erbrachte Leistungen persönlich nachvollziehen. Das stellt die eigene Expertise anschaulich unter Beweis – und führt im Idealfall dazu, dass die eigene Bewerbung vom „Leider Nein“- auf den „Auf jeden Fall!“-Stapel wandert.

 

Drachentöter-Storys helfen auch im Bewerbungsgespräch

Übrigens: Geschichten können Kandidaten auch im Bewerbungsgespräch einsetzen, um ihre Qualifikationen unter Beweis zu stellen und im Gedächtnis des Gegenübers zu verankern. Denn: Wer vor dem geistigen Auge seines Gegenübers die stärksten Bilder hervorruft, bleibt länger in Erinnerung – und hat damit schon mal einen klaren Startvorteil vor der Konkurrenz.

Der Trick: Auf Fragen einfach mit einer Episode aus dem bisherigen Berufsleben antworten, um die eigenen Behauptungen zu dokumentieren und zu untermauern. Wer wirklich beeindrucken will, bezieht auch die eigenen Gefühle in die Erzählung mit ein und bezieht sich in den eigenen Antworten auch auf die aktuelle Stelle. So aktiviert man beim Gegenüber erfolgreich das Kopfkino – und bleibt damit länger und positiver in Erinnerung.

Bildnachweis: 1001Love/Quelle: www.istockphoto.com

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