Der perfekte Händedruck

Wie Sie mit Ihrem Handschlag Selbstsicherheit und Professionalität beim Bewerbungsgespräch vermitteln
Der erste Eindruck im Bewerbungsgespräch ist von Ihrem äußeren Erscheinungsbild geprägt. Doch an zweiter Stelle steht nicht bereits das Gespräch, denn davor erfolgt noch die Begrüßung. Dabei punkten Sie mit Freundlichkeit und Offenheit, aber auch Ihr Handschlag zählt dazu. Wir verraten Ihnen, was es dabei zu beachten gilt und was Ihr Händedruck über Sie aussagt.

Was verrät Ihr Händedruck über Sie?

Das Händeschütteln ist mehr als nur ein formelles Begrüßungsritual. Viele Personaler achten sehr genau auf ihren Handschlag, denn er sagt bereits unbewusst sehr viel über Sie aus. Personen mit einem festen Händedruck werden oft als selbstsicher und vertrauenswürdig wahrgenommen, denn sie wissen, was sie wollen. Ein schwungvoller Händedruck lässt auf eine extrovertierte Persönlichkeit schließen. Das genaue Gegenteil ist beim schwachen oder gar laschen Händedruck der Fall, denn dieser signalisiert Unsicherheit und führt dazu, dass die Person als uninteressant abgestempelt wird. Auch über Macht und Dominanz lässt sich beim Händeschütteln etwas herauslesen: Wer seinen Handrücken nach oben dreht, wird eher als dominant empfunden. Wer seinem Gegenüber darüber hinaus auch noch auf die Schulter klopft macht ganz deutlich klar, wer das Sagen hat. Ihre Körpersprache ist wichtig und so komisch es auch klingt: Es lohnt sich auf jeden Fall, den perfekten Händedruck zu üben, um beim Vorstellungsgespräch als geeigneter Kandidat wahrgenommen zu werden.

 

Der perfekte Händedruck – wie funktioniert’s?

Mit unseren 8 Tipps zum perfekten Handschlag:

✓ Den richtigen Abstand wählen: Halten Sie einen Respektabstand von mindestens 50 cm zum Gegenüber ein. Idealerweise ist eine Armlänge zwischen Ihnen und dem Interviewleiter.
✓ Die Hand des Gesprächspartners vollständig ergreifen – nicht nur die Finger umschließen, sondern die gesamte Hand erfassen.
✓ Bewusst drücken, aber nicht zu fest. Immerhin wollen Sie dem Personaler keine Schmerzen zufügen. Finden Sie eine gute Balance zwischen zu fest und zu lasch.
✓ Die Hand ca. drei Sekunden lang halten.
✓ Maximal drei Mal schütteln – achten Sie dabei auf eine fließende Bewegung, die weder abgehakt noch hektisch wirkt.
✓ Den Gesprächspartner nicht an sich heranziehen.
✓ Schauen Sie Ihrem Gegenüber dabei in die Augen.
✓ Grüßen Sie währenddessen freundlich und höflich.

 

Sonderfälle und wie man damit umgeht

 

1. Nervosität – was tun bei nassen Händen?

Im Idealfall sollten die Hände kühl und trocken sein. Da ein Vorstellungsgespräch aber bei vielen mit Nervosität verbunden ist, kann es natürlich vorkommen, dass die Hände zu schwitzen beginnen. Achten Sie dennoch darauf, dass Ihr Gegenüber davon nichts mitbekommt. Es empfiehlt sich, ein Stofftaschentuch in der Hosentasche mitzuführen, an dem man sich kurz vor dem Händedruck die Handflächen abwischen kann – und das möglichst unauffällig. Vermeiden Sie unbedingt Papiertaschentücher, da dadurch unangenehme Papierreste auf der Hand kleben bleiben können. Sollten Sie generell zu Nervosität im Vorstellungsgespräch neigen, informiert Sie unser Artikel über Tipps und Tricks gegen die Nervosität.

 

2. Kalte Hände

Wenn Sie zu kalten Händen neigen, sollten Sie diese vor dem Handschlag aufwärmen, denn kalte Hände können abschreckend wirken. Menschen mit warmen Händen erwecken einen sympathischeren Eindruck. Bevor Sie also das Gebäude betreten, in dem das Vorstellungsgespräch stattfinden wird, können Sie durch Fingerübungen die Durchblutung fördern um beim Händeschütteln mit wohl temperierten Fingern zu überzeugen.

 

3. Erkältung

Das Händeschütteln gehört in Österreich zur formellen Begrüßung einfach dazu. Es gibt jedoch eine Ausnahme: wenn Sie erkältet sind. Der höfliche Ausweg ist hier, auf den Handschlag zu verzichten mit der Begründung der Erkältung. Damit signalisieren Sie, dass Sie vorausdenken und verantwortungsbewusst sind. Der Fürsorgegedanke steht dabei an erster Stelle, Sie wollen Ihr Gegenüber ja nicht anstecken oder in eine Situation bringen, in der er das Bedürfnis verspürt, sich nach der Begrüßung die Hände waschen zu wollen.

 

4. Mehrere Interviewpartner – wem schüttelt man zuerst die Hand?

Findet Ihr Bewerbungsgespräch mit mehreren Personen statt, stellt sich die Frage, wem Sie die Hand schütteln und vor allem in welcher Reihenfolge. Generell gebietet die Höflichkeit, allen Anwesenden die Hand zu schütteln. Die richtige Reihenfolge ist hingegen nicht ganz so einfach. Idealerweise beginnen Sie mit jener Person, die in der Hierarchie am höchsten angesiedelt ist. Doch nicht immer ist dies leicht ersichtlich. Unser Tipp: Machen Sie es situationsabhängig. Wenn auf Grund der Körpersprache der Personen hervorgeht, wer wessen Vorgesetzter ist, verwenden Sie diese Information. Versuchen Sie aufmerksam zu sein. Wer betritt zuerst den Raum? Wer sucht den Blick des anderen, um sich an dessen Verhalten zu orientieren. Niemand wird Ihnen böse sein, wenn Sie als Außenstehender nicht auf Anhieb die Firmenstrukturen durchblicken. Merken Sie sich jedoch die Namen der Personen und – sofern Sie erwähnt werden –  auch deren Position, um im Zuge des Gespräches etwaige Fragen auch an die richtige Person richten zu können. Danach gilt es den einleitenden Smalltalk im Vorstellungsgespräch gut über die Bühne zu bringen.

Nach Ablauf der Begrüßung geht es direkt weiter zum eigentlichen Vorstellungsgespräch. Um auch da zu punkten, informieren Sie sich in unseren Artikeln über das perfekte Vorstellungsgespräch sowie die am häufigsten gestellten Fragen, um eine eventuelle Absage der Bewerbung für die gewünschte Stelle zu verhindern.

Bildnachweis: Pinkypills/Quelle: www.istockphoto.com

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