CV aufwerten – mit Hobbys im Lebenslauf

Durch diese Tipps unterstreichen Ihre Freizeitbeschäftigungen im CV die Charakterzüge, auf die es auch im Job ankommt.
Die Angabe der Hobbys im Lebenslauf ist nur eine halb private Angelegenheit. Auch wenn Ihre Freizeit für den Arbeitgeber nicht ausschlaggebend ist, können Ihre Hobbys Aufschluss über Soziales, Aktives oder Kreatives geben. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Charaktereigenschaften im CV clever in Szene setzen.

Hobbys erster Wahl

Hobbys im Lebenslauf sind kein Muss, aber sobald Freizeitaktivitäten in den Lebenslauf aufgenommen werden, gilt es diese bedacht auszuwählen und darzustellen. Im restlichen Curriculum Vitae, nicht zu verwechseln mit dem Resumé, können Sie Ihrer Persönlichkeit kaum Ausdruck verleihen, da Fachwissen und Berufserfahrung im Vordergrund stehen. Im ersten Schritt sollten Sie Ihre Hobbys kritisch betrachten und selektieren: Welche Ihrer Freizeitaktivitäten unterstreicht Ihre beruflichen Qualifikationen und geforderten Soft Skills? Möchten Sie unterstreichen, dass Sie teamfähig und verlässlich sind, so bieten sich Mannschaftsportarten im Verein an. Braucht es im Job aber eher das Durchsetzungsvermögen eines Einzelkämpfers, dann bieten sich kompetitive Sportarten wie Tennis, Schwimmen oder Radfahren an.

 

Soft Skills: Was sagen Freizeitaktivitäten über Ihren Charakter aus?

Um besser zu verstehen, welche Soft Skills genau für den Personalerblick hinter Ihren Hobbys stecken können, finden Sie hier ein paar Beispiele für die Symbolsprache Ihrer Freizeitbeschäftigungen:

✓ Künstlerisch & kreativ: Musik, Theater, Malen, Kochen etc.
✓ Teamplayer & loyal: Mannschaftssportarten, Spielen im Orchester etc.
✓ Ehrgeizig & wettbewerbsstark: Einzelsportarten, Musikinstrumente etc.
✓ Interkulturell & mobil: Reisen, Sprachen lernen etc.
✓ Beständig & zuverlässig: Ausdauersportarten, Vereinsmitgliedschaft etc.

 

Das Top-Hobby: gemeinnütziges Engagement und Ehrenämter

Die meisten Sportarten haben ein paar Charakterzüge, die sie besonders hervorheben. Gern gesehen unter Personalern wird jedoch vor allem das ehrenamtliche Arbeiten als Freizeitgestaltung. Ihr Engagement in Vereinen, Netzwerken und Institutionen beweist, dass Sie etwas für die Gemeinschaft tun und dafür bereit sind, verschiedene Aufgaben zu übernehmen, die viele Charakterzüge bestärken können – wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Interkulturalität oder Kreativität.

 

5 Tipps für die perfekte Darstellung der Hobbys im CV

Nicht nur die Auswahl Ihres Hobbys, das Sie betonen möchten, ist wichtig. Auch andere Faktoren, wie Zeit und bisherige Berufserfahrung, spielen in die ideale Freizeitbeschreibung mit hinein. Mit diesen fünf Tipps werden Ihre Hobbys nicht zum Stolperstein:

Frei-Zeit ist Geld: Wie viel Freizeit Sie in Ihre Hobbys investieren, ist Privatsache. Dennoch kann es Ihr Gegenüber – bewusst oder unbewusst – beeinflussen, dass die Gesamtzahl Ihrer Freizeitaktivitäten oder die Art Ihres Hobbys nicht mit einem Vollzeit-Job vereinbar scheint. Damit nicht der Eindruck entsteht, dass Sie sich zu sehr für die Freizeit und nicht für den Beruf interessieren, beschränken Sie sich auf 1-3 Hobbys, die nach Feierabend und am Wochenende ihren Platz finden können.

Bei der Wahrheit bleiben: Erwähnen Sie nur solche Aktivitäten, die Sie auch wirklich ausüben und wo Sie sich gut auskennen. Stellen Sie sich vor, Ihr Gesprächspartner ist Experte auf dem Gebiet, dass Sie als Hobby angeben. Wenn Sie enttarnt werden, ist Ihre Glaubwürdigkeit genauso dahin, wie die Chance auf die vakante Position. Wahrhaftig zu bleiben, meint auch sich nicht künstlich überdurchschnittlich darstellen zu wollen, sondern Ihr tatsächliches Freizeitinteresse anzugeben .

Hobbys ohne Mehrwert im CV: Der Mehrwert Ihrer Freizeitbeschäftigungen für Sie privat liegt auf der Hand. Jedoch sieht der Personalerblick Hobbys, die keine Unterstreichung der ausgeschriebenen Stelle aufweisen, eher kritisch. Aktivitäten, die nicht argumentativ eingesetzt werden können, sollten Sie daher im Zweifel lieber weglassen. Diese Hobbys gehören eher weniger in Ihren CV:

✓ Passive Beschäftigungen: Kino, Filme gucken, Musik hören oder Computerspiele spielen kommen meist schlecht an und vermitteln oft stereotype Assoziationen.

✓ Meist irrelevante, langweilige Hobbys: Feiern, Shoppen und 08/15-Hobbys wie Laufen oder Lesen finden besser keinen Platz in Ihrem CV; es sei denn Ihre Außendarstellung könnte für einen themenrelevanten Job davon profitieren.

✓ Extremsportarten: Die starke Risikobereitschaft kommt nicht bei jeder Job-Branche so gut an und kann schnell mit beruflichem Wagemut und verletzungsbedingten Krankenhausbesuchen verbunden werden.

Viel Berufserfahrung, viele Hobbys? Je mehr Berufserfahrung Sie haben, desto weniger ratsam ist es, Ihre Freizeitaktivitäten zu nennen. Als Faustregel für Ihren Lebenslauf gilt: Beschränken Sie sich auf das Wesentliche mit Job-Relevanz. Dieser Grundsatz gilt insbesondere, wenn Sie bereits viel Berufserfahrung haben.

Wenig Berufserfahrung, viele Hobbys? Freizeitaktivitäten können besonders interessant sein, wenn Sie sich gerade am Anfang Ihrer Karriere befinden und kaum praktische Erfahrungen auflisten können. Nehmen Sie aber besonders als Berufseinsteiger nur die Hobbys auf, mit denen Sie im Zusammenhang mit dem Stellenangebot punkten können.

Insgesamt gilt: Soziales, Kreatives und Aktives kommen gut an. Sie gestalten Ihre Freizeit durch einen Mehrwert, der Ihre zwischenmenschlichen, interkulturellen oder künstlerisch-innovativen Kompetenzen fördert, Sie leicht aus der Komfortzone bringen kann oder Ihnen lehrt einem Team anzugehören bzw. dieses zu koordinieren. Um eines Ihrer geforderten Soft Skills zu unterstreichen, ist die Angabe der Freizeitaktivitäten im CV gedacht.

Im Zweifel gilt: Das ein oder andere Hobby lieber weglassen, bevor es Ihren Gesamteindruck belastet!

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