Wie wichtig ist das Gehalt?

Gehälter zu vergleichen ist einfach. Andere Faktoren muss man erst einmal ins Verhältnis setzen.

Wie wichtig ist das Gehalt?

Gehälter zu vergleichen ist einfach. Andere Faktoren muss man erst einmal ins Verhältnis setzen.
Nicht nur beim Berufseistieg sind die Gehaltsangebote ebenso unterschiedlich wie die Perspektiven in den Unternehmen. Wie soll man sich da entscheiden? Karrierecoach Daniela Schlick beleuchtet für uns die Frage, wie wichtig das Gehalt bei der Entscheidung für oder gegen einen Job ist.

Geld als Motivator?

Natürlich ist es reizvoll, wenn ein Unternehmen mit einem attraktiven Gehalt lockt. Es gilt aber zu bedenken, dass Geld nicht dauerhaft motiviert. In ein paar Monaten ist der fette Gehaltscheck nichts Besonderes mehr. Wenn ich aber den Wirkungsgrad meines Tuns täglich spüre, Anerkennung finde, mich entwickeln kann, ist das ungleich wertvoller.“

Vorausschauende Karriereplanung

Ich kann nur anraten, vor allem das Unternehmen in den Vordergrund der Überlegungen zu stellen. Materielle Aspekte haben natürlich einen gewissen Stellenwert. Im Hinblick auf eine vorausschauende Karriereplanung rückt das Gehalt aber in den Hintergrund. Mehr Beachtung verdient die Art und Größe des Unternehmens, die Aufgaben und Herausforderungen, der Umfang der übertragenen Verantwortung, die Entwicklungschancen sowie das Betriebsklima. Gerade am Beginn der Karriere sind diese Parameter für die Laufbahn prägend. Standort und Gehalt sollten daher zunächst nachrangig sein.

Hohes Gehalt – mehr wert?

Bessere Gehälter können Risiken bergen. Wenn das Gehalt im Falle eines Jobwechsels der einzige Anreiz ist, ist davor eher abzuraten. Möglicherweise handelt es sich um einen „Schleuderstuhl“, von dem Sie rasch wieder fliegen. Eine andere – ebenso unattraktive – Möglichkeit könnte sein, dass das Unternehmen sich nicht um die Qualifizierung seiner Mitarbeiter kümmert und Fachkompetenz deswegen teuer einkaufen muss.

Den tatsächlichen Mehrwert für das Jobangebot herauszuarbeiten, kann das Risiko einer Fehlentscheidung stark minimieren. Selbst wenn man schon einige Jahre Berufserfahrung auf dem Konto hat, kann es durchaus sinnvoll sein, auch einmal ein niedrigeres Gehalt, ein kleineres Büro, oder ein weniger schickes Auto zu akzeptieren – zum Beispiel wenn das Unternehmen einen ausgezeichneten Ruf besitzt und damit eine gewisse Aufwertung des Lebenslaufs einhergeht.

Denn egal, wie hoch das tatsächliche Gehalt ist: Oft ist es mehr wert, wenn eine Aufgabe Spaß macht, man Dinge vorantreiben und selbstbestimmt handeln kann.

Daniela Schlick, Karriereexpertin
www.danielaschlick.at

 

Bildnachweis: BrianAJackson/ Quelle: istockphoto

Nicht nur beim Berufseistieg sind die Gehaltsangebote ebenso unterschiedlich wie die Perspektiven in den Unternehmen. Wie soll man sich da entscheiden? Karrierecoach Daniela Schlick beleuchtet für uns die Frage, wie wichtig das Gehalt bei der Entscheidung für oder gegen einen Job ist.

Geld als Motivator?

Natürlich ist es reizvoll, wenn ein Unternehmen mit einem attraktiven Gehalt lockt. Es gilt aber zu bedenken, dass Geld nicht dauerhaft motiviert. In ein paar Monaten ist der fette Gehaltscheck nichts Besonderes mehr. Wenn ich aber den Wirkungsgrad meines Tuns täglich spüre, Anerkennung finde, mich entwickeln kann, ist das ungleich wertvoller.“

Vorausschauende Karriereplanung

Ich kann nur anraten, vor allem das Unternehmen in den Vordergrund der Überlegungen zu stellen. Materielle Aspekte haben natürlich einen gewissen Stellenwert. Im Hinblick auf eine vorausschauende Karriereplanung rückt das Gehalt aber in den Hintergrund. Mehr Beachtung verdient die Art und Größe des Unternehmens, die Aufgaben und Herausforderungen, der Umfang der übertragenen Verantwortung, die Entwicklungschancen sowie das Betriebsklima. Gerade am Beginn der Karriere sind diese Parameter für die Laufbahn prägend. Standort und Gehalt sollten daher zunächst nachrangig sein.

Hohes Gehalt – mehr wert?

Bessere Gehälter können Risiken bergen. Wenn das Gehalt im Falle eines Jobwechsels der einzige Anreiz ist, ist davor eher abzuraten. Möglicherweise handelt es sich um einen „Schleuderstuhl“, von dem Sie rasch wieder fliegen. Eine andere – ebenso unattraktive – Möglichkeit könnte sein, dass das Unternehmen sich nicht um die Qualifizierung seiner Mitarbeiter kümmert und Fachkompetenz deswegen teuer einkaufen muss.

Den tatsächlichen Mehrwert für das Jobangebot herauszuarbeiten, kann das Risiko einer Fehlentscheidung stark minimieren. Selbst wenn man schon einige Jahre Berufserfahrung auf dem Konto hat, kann es durchaus sinnvoll sein, auch einmal ein niedrigeres Gehalt, ein kleineres Büro, oder ein weniger schickes Auto zu akzeptieren – zum Beispiel wenn das Unternehmen einen ausgezeichneten Ruf besitzt und damit eine gewisse Aufwertung des Lebenslaufs einhergeht.

Denn egal, wie hoch das tatsächliche Gehalt ist: Oft ist es mehr wert, wenn eine Aufgabe Spaß macht, man Dinge vorantreiben und selbstbestimmt handeln kann.

Daniela Schlick, Karriereexpertin
www.danielaschlick.at

 

Bildnachweis: BrianAJackson/ Quelle: istockphoto

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