Hast du dich auch schon einmal gefragt, ob du das Gehalt bekommst, das du wert bist? Oder suchst du eine Antwort auf die Frage: Verdiene ich genug Geld für mein Alter? Möchtest du herausfinden, wie du im Vergleich zu anderen Berufstätigen in deiner Gehaltsklasse abschneidest? Dann haben wir hier einige praktische Tipps für dich, wie du in Erfahrung bringen kannst, wie ein für dich angemessenes Gehalt aussieht. Mit den richtigen Fragen und basierend auf verlässlichen Daten ist es ganz einfach, den eigenen Marktwert zu ermitteln.
Inhaltsverzeichnis
Welchen Stellenwert hat das Gehalt in deinem Leben?
3 Gründe, warum es wichtig ist, den eigenen Marktwert zu ermitteln
Deine Arbeitserfahrung ist ein wichtiger Gehaltsfaktor
Studium oder Ausbildung – so wirken sie sich auf deinen Marktwert aus
Dein Arbeitsort ist ein Gehaltsfaktor
Wer mehr Verantwortung trägt, verdient auch mehr
Softskills – das Sahnehäubchen auf deinem Marktwert
Fazit: Den eigenen Marktwert mit dem Stepstone Gehaltsplaner ermitteln
Welchen Stellenwert hat das Gehalt in deinem Leben?
Ein gutes Gehalt kann motivieren, weil es deine Leistung wertschätzt. Es deckt im besten Fall nicht nur deine Lebenshaltungskosten, sondern schafft auch finanzielle Freiräume.
In Österreich ist mehr als die Hälfte der Beschäftigten nicht mit ihrem Gehalt zufrieden. Das hat der aktuelle Stepstone Gehaltsreport 2025 gezeigt.
Gehörst du auch zu denjenigen, die mit ihrem Gehalt nur bedingt zufrieden sind, solltest du im ersten Schritt deinen Marktwert ermitteln. Denn wenn du weißt, was du wert bist und was dir zusteht – zum Beispiel aufgrund deiner Ausbildung oder deiner Berufserfahrung – schaffst du eine gute Grundlage, um nach einer Gehaltserhöhung zu fragen.
3 Gründe, warum es wichtig ist, den eigenen Marktwert zu ermitteln
- Gehaltstransparenz: Wenn du deinen Marktwert kennst und weißt, dass du fair und angemessen bezahlt wirst, fällt es dir leichter über dein Gehalt zu sprechen – das sorgt für mehr Gehaltstransparenz und hilft dabei, Ungerechtigkeiten zu beseitigen.
- Gehaltszufriedenheit: Stellst du fest, dass du mit deinem Gehalt ganz gut dastehst, erhöht das deine Zufriedenheit. Solltest du unter deinen Erwartungen liegen, ist dein Marktwert Ansporn, in eine Gehaltsverhandlung zu gehen.
- Motivation: Eine Studie von Stepstone.de zur Gehaltstransparenz hat gezeigt, dass 59,9 % der Befragten sich unwohl fühlt, mehr Gehalt zu fordern. Knapp die Hälfte gab an, dass es ihr schwerfalle, sich zu loben. Kennst du deinen Marktwert, kannst du im Gehaltsgespräch selbstbewusster auftreten, stellst dein Licht nicht unter den Scheffel und bist sehr wahrscheinlich erfolgreicher darin, das Gehalt zu verhandeln, das dir zusteht. Das wiederum gibt dir mehr Motivation im Job.
Warum das Durchschnittsgehalt nur wenig Aussagekraft hat
Du wirst im Netz viele Informationen zum Durchschnittsgehalt finden. Das Durchschnittsgehalt summiert zunächst alle ermittelten Gehälter und teilt diese Summe danach durch die Anzahl der ermittelten Gehälter. Der so berechnete Durchschnitt ist dann nur bedingt aussagekräftig, weil z.B. sehr niedrige oder sehr hohe Gehälter die Zahlen verzerren können. Im Stepstone Gehaltsreport arbeiten wir deshalb mit dem Mediangehalt. Genau 50 % verdienen mehr und 50 % verdienen weniger. Das Mediangehalt ist somit sehr gut geeignet, um deinen Marktwert einzuordnen.

Wer seinen Marktwert kennt, der kann selbstbewusster in eine Gehaltsverhandlung gehen. © Maskot/EyeEm
Deine Arbeitserfahrung ist ein wichtiger Gehaltsfaktor
Wenn du noch neu in einem Unternehmen bist und wenig Berufserfahrung mitbringst, wird dein Marktwert voraussichtlich niedriger sein als bei anderen, die schon zehn Jahre dort arbeiten. Bringst du aber selbst schon viel Arbeitserfahrung mit, kann sich das positiv auf deinen Marktwert auswirken.
Ein Beispiel: Startest du mit 1 bis 2 Jahren Berufserfahrung in einen Job, liegt das Brutto-Mediangehalt laut Stepstone Gehaltsreport 2025 bei 45.000 €. Bringst du 3 bis 5 Jahre Berufserfahrung mit, erhöht sich das Mediangehalt auf 51.250 €.
Studium oder Ausbildung – so wirken sie sich auf deinen Marktwert aus
In fast allen Branchen macht es beim Gehalt einen deutlichen Unterschied, ob du einen akademischen Abschluss hast oder nicht. Hast du ein Studium abgeschlossen, ist dein Marktwert in der Regel also höher als mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Als Akademiker*in, sind laut Gehaltsreport 2025 in Österreich im Median 66.500 € möglich, während das Mediangehalt ohne Uni-Abschluss bei 52.250 € liegt.
Dein Arbeitsort ist ein Gehaltsfaktor
Es macht einen Unterschied beim Gehalt, in welchem Bundesland du arbeitest. Daneben fließen auch deine Branche oder die Unternehmensgröße mit ins Gehalt ein. Dein Marktwert ändert sich also entsprechend, wenn du in ein anderes Bundesland ziehst oder die Branche wechselst. Das solltest du beim Ermitteln des Marktwerts berücksichtigen.
Der Stepstone Gehaltsreport macht diese Unterschiede mit den aktuellen Zahlen aus 2025 sichtbar: Auf Bundesländerebene ist Wien mit dem höchsten Brutto-Mediangehalt (59.000 Euro) Spitzenreiter, gefolgt von Salzburg (57.000 Euro). Aber auch in Vorarlberg und Oberösterreich nehmen Angestellte noch mehr als 56.500 Euro brutto im Jahr mit nach Hause. Danach folgen die Steiermark, Tirol, Niederösterreich und Kärnten, wo zwischen 54.500 und 53.500 Euro brutto verdient werden kann. Das Schlusslicht bildet das Burgenland: Hier wird Beschäftigten im Median rund 7.250 Euro weniger im Jahr ausbezahlt als etwa in Wien.
Wer mehr Verantwortung trägt, verdient auch mehr
Führungskräfte verdienen im Unternehmen mehr als Mitarbeitende ohne Personalverantwortung. Je kleiner dein Verantwortungsbereich ist, desto kleiner fällt somit bei diesem Aspekt dein Marktwert aus. Der Stepstone Gehaltsreport unterstreicht diese Tatsache. So verdienen z.B. Berufstätige ohne Personalverantwortung im Median 52.000 Euro, während Führungskräfte auf ein Gehalt von 63.000 Euro im Median kommen.
Softskills – das Sahnehäubchen auf deinem Marktwert
Kannst du deine Teammitglieder perfekt motivieren? Verstehst du es, Konflikte zu lösen und gehst du Herausforderungen lösungsorientiert an? Bist du über deine Jobrolle hinaus im Unternehmen engagiert und für viele andere im Unternehmen ein wichtiges Vorbild? Dann solltest du deine Softskills bei der Berechnung deines Marktwerts berücksichtigen. Denn sie sind es u.a., die dich vom Durchschnitt abheben. Diese Softskills lassen sich nicht direkt in Zahlen oder Durchschnittsgehälter umwandeln. Allerdings können sie beim Mitarbeitergespräch eine Gehaltserhöhung unterstreichen und noch besser rechtfertigen.
Mitarbeiterbenefits und Work-Life-Balance: Warum ein Top-Gehalt nicht alles ist
Dein Marktwert hilft dir maßgeblich dabei, dein eigenes Gehalt besser einzuschätzen. Tatsächlich ist mehr Geld allein nicht alles. Manche Arbeitgeber bieten z.B. umfassende Mitarbeiterbenefits an. Das können kostenlose Fortbildungen, ein Öffi-Ticket, flexible Arbeitszeitregelungen oder die Jahreskarte fürs Gym sein. Diese Benefits sind mehr als eine reine Kompensation für weniger Gehalt, denn sie drücken auf andere Weise Wertschätzung für deine Arbeit aus. Dank der Benefits kannst du etwas für deine Gesundheit tun oder hast mehr Zeit für dich und deine Familie. Am Ende musst immer du abwägen, wo deine Prioritäten liegen.
Fazit: Den eigenen Marktwert mit dem Stepstone Gehaltsplaner ermitteln
Willst du ein angemessenes Gehalt ermitteln, solltest du einige Faktoren berücksichtigen. Diese haben wir dir gezeigt. Mit einem Tool wie beispielsweise dem Stepstone Gehaltsplaner findest du in wenigen Schritten eine Antwort auf die Frage: Was bin ich wert in Bezug aufs Gehalt? Und wo stehe ich mit meinem Gehalt? Dabei profitierst du von aktuellen Daten zum Gehaltsbenchmarking und von realistischen Vergleichswerten wie den von uns regelmäßig erhobenen Mediangehältern. So weißt du, wie viel Geld du bekommst und bist perfekt gerüstet, um in die nächste Gehaltsverhandlung zu gehen. Oder vielleicht bist du einfach nur zufrieden mit dem, was du jetzt schon verdienst?
FAQ zur Ermittlung des eigenen Marktwerts
Welche Quellen können zur Marktwertbestimmung herangezogen werden?
Gehaltsplaner auf Datenbasis wie beispielsweise der Stepstone Gehaltsplaner bieten dir ein verlässliches Werkzeug, um deinen Marktwert zu ermitteln und dein Gehalt auszurechnen. In wenigen Schritten wirst du durch einen Fragebogen geführt. Deine Daten werden dann mit mehr Datensätzen in der Stepstone Datenbank abgeglichen. So erhältst du ein sehr präzises Bild davon, welches Gehalt bei dir realistisch wäre. Und im einmal jährlich erscheinenden Stepstone Gehaltsreport findest du eine fundierte Arbeitsmarktanalyse und ermittelst so, welche Gehaltsspannen es in deiner Branche oder deiner Region gibt. Der Report zeigt dir außerdem auf einen Blick, wie sich eine berufliche Weiterbildung oder mehr Führungsverantwortung auf das Gehalt in deiner Branche auswirken können.
Wie oft sollte man seinen Marktwert überprüfen?
Dein Marktwert ist eine sich immer wieder ändernde Zahl, denn schließlich ändern sich auch die für die Ermittlung des Marktwerts relevanten Faktoren wie deine Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen, berufliche Erfolge etc. Es ergibt auf jeden Fall Sinn, den eigenen Marktwert vor jeder Gehaltsverhandlung, vor einem geplanten Jobwechsel oder einer Beförderung zu prüfen.
Wie können Arbeitnehmer ihren Marktwert in Gehaltsverhandlungen nutzen?
Wenn du die Antwort auf die Frage Was ist mein Marktwert? kennst, ist das in jeder Gehaltsverhandlung ein Vorteil. Du kannst dann einschätzen, welche Gehaltsspanne in deinem Job möglich ist und realistische Gehaltsforderungen stellen.
Kann der Marktwert durch berufliche Weiterbildung beeinflusst werden?
Wenn du dich beruflich weiterbildest, ist das von Vorteil für deine Karriereentwicklung. Du stärkst dadurch deinen Marktwert. Deshalb solltest du dich regelmäßig weiterbilden, dein Wissen auffrischen und erweitern.
Bildnachweis: Ilona Kozhevnikova/EyeEm
Autor: Philipp Roos
Stepstone Gehaltsplaner
Entspricht dein aktuelles Gehalt auch deinem Marktwert?
