Inhalte und Informationen im Lebenslauf

Ist das wichtig oder kann das weg? Wir nehmen den Lebenslauf genau unter die Lupe
Sie habe einen dreiseitigen Lebenslauf ohne Seitenrand mit Schriftgröße 10? Höchste Zeit den CV aufzuräumen! Da Personaler nur das Wichtigste über Sie auf einen Blick sehen wollen, erfahren Sie hier alles zum perfekten Lebenslauf mit relevanten Inhalten und Informationen.

Diese Informationen dürfen im CV nicht fehlen!

Neben einem passenden Anschreiben oder überzeugenden Motivationsschreiben braucht jede Bewerbung eins, um zu überzeugen: den perfekten Lebenslauf. Ihr Curriculum Vitae nicht zu verwechseln mit dem Resumé, braucht alle nötigen Inhalte und Informationen, die dem Personaler signalisieren, dass Sie die richtige Person für den Job sind. Ein klar strukturierter Aufbau und eine einheitliche Formatierung sollten sich über maximal 2 Seiten ziehen. Dabei dürfen diese Informationen in Ihrem tabellarischen Lebenslauf nicht fehlen:

 

✓ Persönliche Informationen: Name, Geburtsort und -datum, Staatsbürgerschaft
✓ Kontaktdaten: Adresse, Telefon, E-Mail
✓ Praktische Erfahrungen: Jobposition, Arbeitgeber, Dauer und Verantwortungsbereiche (sollten Sie bereits viele Jobwechsel haben, dann können Sie die die aktuellsten bzw. relevantesten Jobs ausführlicher beschreiben als die anderen)
✓ Ausbildungen, Weiterbildungen und Zertifikate mit inhaltlichem Bezug zur Stelle
✓ Relevante Hard Skills für die gesuchte Position: Kenntnisse, Qualifikationen und Sprachen
✓ Datum, Ort und Unterschrift (ggf. eingescannt)

 

Achten Sie bei jeder Information im Lebenslauf stets darauf, dass Sie wahr und aktuell ist sowie zu dem ausgeschriebenen Stelleninserat passt. Erst dann können Sie durch den CV-Inhalt überzeugen und kommen Ihrem Traumjob ein Stück näher. Verschicken Sie sogar eine vertrauliche Bewerbung? Wir zeigen Ihnen, mit welchen Formulierungen Sie beim Lebenslauf richtig liegen.

 

 

Zeit zum Aufräumen: 6 überflüssige Angaben im Lebenslauf

Der Personaler will über den CV einen schnellen und umfangreichen Eindruck von Ihnen gewinnen. Helfen Sie ihm dabei nicht nur, indem Sie den Lebenslauf optisch ansprechend gestalten. Entfernen Sie zusätzliche alle irrelevanten Lebenslauf-Informationen – wie diese sechs:

 

1. Beruf der Eltern: Vor Jahren wurde noch empfohlen den Beruf der Eltern im Lebenslauf anzugeben. Insbesondere stolze, privilegierte Kinder nutzen die Gelegenheit gern: Mutter Ärztin, Vater Lehrer. Tatsache ist jedoch: der Beruf der Eltern bzw. deren soziale Herkunft sagt nichts über die Qualifikation des Bewerbers aus. Daher können Sie diese Angabe im Lebenslauf bedenkenlos weglassen.

2.Religionsbekenntnis: Religion ist Insofern Sie sich nicht bei einer Organisation bewerben, die sich ausdrücklich zu einer Religionszugehörigkeit bekennt, hat die Glaubensangabe keinen Vorteil für Sie. Bei einem kirchlich geführten Krankenhaus oder religiösen Kulturzentrum könnte das wiederum anders aussehen. Allgemein darf das Religionsbekenntnis der Bewerber aber nicht zu Benachteiligung oder Ausschluss führen.

3. Kinder & Beziehungsstatus: Single, verheiratet, verwitwet? Sparen Sie sich diese persönlichen Zeilen im Lebenslauf und zeigen, dass Sie zwischen Arbeit und Privatem schon bei der Bewerbung trennen können. Außerdem ist es nicht notwendig im Lebenslauf anzugeben, ob Sie Kinder haben oder nicht. Bewerben Sie sich allerdings um einen Beruf, in dem Sie mit Kindern arbeiten, dann kann die Angabe zum Nachwuchs im Lebenslauf durchaus ein Asset sein.

4. Oldies: Glauben Sie, dass der Personaler sich für Ihre Karriere im Kindergarten oder in der Volksschule interessiert? Auch Ferialjobs, Praktika und veraltete Berufserfahrung, die weder Relevanz noch Aktualität haben, gehören zu typisch überflüssigen Angaben im CV. Sollten Sie sich noch zu den Berufseinsteigern zählen, reichen der letzte Schulabschluss, die aktuelle Ausbildung und ggf. relevante Praktika aus.

5. Referenzen: Falls Referenzen nicht eindeutig erwünscht werden, sollten Sie im Lebenslauf auch keine Referenzen ehemaliger Kollegen, Vorgesetzter, Lehrer oder gar Freunde angeben. Personaler werfen viel eher einen Blick auf Ihre Internetpräsenz. Achten Sie also auch auf Ihr digitales Dasein und Ihre Social-Media-Präsenz, um der Wunschkandidat im Web zu werden.

6. Mini-Lücken: Sie müssen nicht jede noch so kleine Lücke im Lebenslauf stopfen. Manchmal kann es sein, dass wir länger auf Jobsuche sind bzw. aus gesundheitlichen oder privaten Gründen dem Arbeitsmarkt eine Weile fernbleiben. Sie sollten Lücken dann anführen, wenn Sie in der Zeit eine berufsbezogene Weiterbildung gemacht haben. Falls sich der Personaler dafür interessiert, wird er Sie im Gespräch darauf ansprechen. Generell gilt: Lücken im Lebenslauf sind kein direkter Ausschlussgrund, sondern menschlich.

 

In jeder Bewerbung wollen wir uns in einem besonders guten Licht darstellen. Sehen Sie alle Bewerbungstipps auf einen Blick, damit Sie gestärkt in den kommenden Bewerbungsmarathon starten können. Die Übergänge zwischen minimalen Verschönerungen im aufpolierten CV zu unverschämten Lügen im Lebenslauf sind dabei manchmal fließend. Nehmen Sie von falschen Angaben lieber generell Abstand, damit Sie auch mit bestem Wissen und Gewissen in das Bewerbungsgespräch starten können.

 

Lebenslauf-Inhalte der Kategorie „kann, muss aber nicht“

Zwischen notwendigen und überflüssigen Inhalten und Informationen im Lebenslauf gibt es auch noch eine Mittelkategorie. Bei diesen Inhalten sollten Sie abhängig von Ihrer Persönlichkeit, dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle abwägen, ob Sie Ihren CV damit aufwerten:

 

✓ Deckblatt: Bei der bewussten Entscheidung für eine Deckblatt Bewerbung geht es eher um gestalterische als inhaltliche Abwägungen. Hier können Sie in Sachen Selbstpräsentation und Kreativität punkten – was bei manchen Personalern und Branchen besser ankommt als bei anderen. Reine Geschmackssache, aber kein Muss!

✓ Bewerbungsfoto: Dem Gleichbehandlungsgebot zufolge dürfen Arbeitgeber prinzipiell keine Fotopflicht bei der Bewerbung verlangen. Die realen Erwartungen sehen jedoch oft anders aus – das integrierte Foto bleibt weiterhin die Regel. Sollten auch Sie sich für das visuelle Extra entscheiden, dann setzen Sie Ihr Bewerbungsfoto perfekt in Szene.

✓ Hobbys: Unter Angabe der eigenen Freizeitaktivitäten im Lebenslauf vermuten Bewerber zunächst keine versteckten Aussagen. Aber auch da suchen Personaler nach Bestätigungen und Rückschlüssen für geforderte Soft Skills im Beruf. Je nach Position und Branche können ganz andere Soft Skills relevant sein, weshalb Sie auch mit Hobbys im Lebenslauf den CV aufwerten können. Insbesondere für Berufseinsteiger ohne jahrelange praktische Erfahrung gilt: Soziales, Kreatives und Aktives kommen gut an. Hobbys, die eher passiv wirken oder zu viel Zeit und Flexibilität in Anspruch nehmen könnten, sollten jedoch nicht Ihre erste Wahl für den Lebenslauf sein.

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