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Kreativarbeiter gesucht

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Eine neue Spezies von Mensch entsteht

Die Evolution des Menschen

Die Evolution macht auch vor uns Menschen nicht Halt. Während man im Industriezeitalter Mitarbeiter noch als Maschinen gesehen hat, die funktionieren, eine Pflicht erfüllen müssen, und leben, um zu arbeiten, so brauchen wir heute eine neue Spezies von Mensch. Wir brauchen Menschen, die mit den derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen besser umgehen können. Wir brauchen Menschen, die mit Freiheit und Ungewissheit gut umgehen können und kreativ nach neuen Lösungen suchen.

Unsere Zeit verlangt ein neues Menschenbild

Schauen wir uns das genauer an: Im Industriezeitalter (19. Jahrhundert, bis 1980) waren „Handarbeiter" gefragt und Werte wie Kraft, Ausdauer, Sicherheit, Arbeitsplatz und Männlichkeit waren wichtige und sinnvolle Werte. Im darauffolgenden Informationszeitalter (20. Jahrhundert, 2010) waren „Kopf, und Wissensarbeiter" gefragt und analytisches Denken, Streben nach Status und Macht, Position, Pflichterfüllung und Rationalität waren wichtige Werte. Seit 2010 befinden wir uns im Inspirations- und Dienstleistungszeitalter. Diese Zeit verlangt nach „Kreativarbeitern". Neue Werte wie Kreativität, Entwicklung, Selbstverwirklichung, Selbstverantwortung, emotionale Intelligenz, holistisches Denken, Empathie und die Suche nach dem individuellen und übergeordneten Sinn werden wichtiger und bestimmen die Zeit.

Was versteht man unter „Kreativität?

Der Begriff Kreativität bezeichnet die Eigenschaft eines Menschen, schöpferisch zu sein. Die Fähigkeit, etwas vorher nicht Dagewesenes zu kreieren. Meist wird das Schöpferische im Menschen mit Berufen oder Tätigkeiten aus den Bereichen der bildenden oder darstellenden Kunst verbunden.

Dabei meint „Kreativität" mehr als nur künstlerische Schöpferkraft. Kreatives Denken und Handeln ist die Fähigkeit, ständig neue Zusammenhänge herzustellen, unterschiedlichste Perspektiven zu integrieren und Bestehendes immer wieder neu zu hinterfragen – auch sich selbst und den eigenen Lebens- und Arbeitsplan.

Im Gegensatz zum logischen Denken, das logischen und methodischen Grundsätzen folgt, um Schlussfolgerungen aufzubauen, ist das kreative Denken ein vernetztes Denken, welches sich nicht auf Ursache-Wirkung beschränken lässt.

Kreativ Denken kann jeder (lernen)

Modernste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Neurobiologie (Neuroplastizität) beweisen, dass das Gehirn kein starres festgelegtes, fix verdrahtetes Organ ist, sondern je nach Verwendung verändert werden kann. Demnach trägt jeder Mensch die Fähigkeit in sich, vernetzt denken zu können. Buddhisten wussten schon immer, dass regelmäßiges meditieren die Arbeitsweise und die Struktur des Gehirns verändert und negative Gedanken gezielt überwunden werden können. Das beweist auch nebenbei, warum Psychotherapie oder Coaching „funktioniert". Denn durch die bloße Vorstellungskraft können neue Denkkonzepte und Verhaltensweisen „ausprobiert" und im Leben draußen umgesetzt werden. Stück für Stück werden alte und hinderliche Denkkonzepte in solche umgewandelt, die uns zufriedener, selbstsicherer und hinsichtlich der Erreichung unserer ganz persönlichen Ziele und Bedürfnisse „erfolgreicher" machen.

Übung macht den Meister: Eine Übung zum Selbstcoaching: In eine andere Richtung denken

Unser Verstand ist ein Sicherheitsbeamter. Er fordert uns zwar heraus und provoziert uns, aber ohne Verstand ist keine Weiterentwicklung möglich. Der Verstand findet immer Antworten – auf jede Frage. Unser Verstand muss durch Fragen geführt werden.

Denken Sie einmal an ein „Projekt", das Ihnen schwer fällt oder Zweifel haben. Das kann die längst fällige Steuererklärung sein oder der volle Mülleimer, der entladen werden möchte oder das schwierige Gehaltsgespräch mit dem Chef oder die Bereinigung eines schon lange schwelenden Konfliktes mit Ihrem Partner.

1. Stellen Sie nun Ihrem Verstand die Frage:

„Warum ist das, was ich vorhabe, so schwer?"

Achten Sie dabei auf die Antworten und die Gefühle, die in Ihnen dabei ausgelöst werden.

2. Und nun stellen Sie Ihrem Verstand eine zweite Frage:

„Wie kann ich es ganz einfach erreichen?"

Sie werden bemerken, dass negative Gedanken zu negativen Fragen führen, die wiederum negative Gefühle auslösen. Durch diese zweite positive magische Frage werden wiederum positive Gefühle ausgelöst. Es findet eine Transformation statt und neue Ideen können gefunden werden.

Persönlichkeitscoach Irene Galler

(www.ganzheitscoaching.at)

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