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So korrigieren Sie verpatzte Gehaltsverhandlungen

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Trotz Wirtschaftskrise zu mehr Gehalt

Es ist eine Tatsache: In Zeiten der Wirtschaftskrise geben viele Bewerber aus Unsicherheit häufig eine zu niedrige Gehaltsvorstellung an und verkaufen so ihre Leistung unter Wert. StepStone verrät Ihnen Strategien, mit denen Sie das Gehaltsruder noch einmal herumreißen.

Die Gehaltsverhandlung ist wohl eine der wichtigsten und zugleich ein äußerst heikler Stolperstein für viele Bewerber. Manchmal schon in der Stellenaus-schreibung, spätestens aber in der ersten Bewerbungsrunde ersuchen Unternehmen um die Nennung einer konkreten Gehaltsvorstellung. Dieser Wert sollte sorgfältig durchdacht sein. Bedenken Sie: Wenn es zur Gehaltsverhandlung kommt, muss ein nachträglicher "Sinneswandel" gut begründet sein.

Die richtige Kalkulation: So viel Gehalt ist für Sie drin
Ihr aktuelles Gehalt dient als Ausgangspunkt Ihrer Kalkulation. Bei einer fundierten Einschätzung spielen allerdings mehrere Faktoren eine Rolle: Beachten Sie zunächst das branchenspezifische Durchschnittsgehalt und berücksichtigen Sie zudem regionale Besonderheiten. Augrund höherer Lebenshaltungskosten dürfen Angestellte in städtischen Gebieten mit einem höheren Gehalt rechnen als auf dem Land - auch wenn sie sich innerhalb der gleichen Branche bewerben. Beinhaltet der neue Job zudem mehr Verantwortung als Ihre aktuelle Position, dann sollte sich der Karriereschritt auf jeden Fall auch in Ihrer Gehaltsabrechnung widerspiegeln.

Strategien für das nachträgliche Gehaltsgespräch
Ein im Bewerbungsprozess voreilig geäußerter Gehaltswunsch kann korrigiert werden. Dieser Schritt setzt allerdings das nötige Fingerspitzengefühl voraus. Eine gute Begründung und das richtige Timing sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Gehalts(nach)verhandlung. Sie können sich beispielsweise im Vorstellungsgespräch nach der Verantwortung der Position erkundigen. Sollten die Erwartungen an den Bewerber erst in einer zweiten Gesprächsrunde vollständig bekannt werden, ist dies ein zugkräftiges Argument, mit dem Sie den Wunsch nach einem höheren Gehalt überzeugend rechtfertigen können.

Das optimale Argument für mehr Gehalt sind gute Leistungen
Sollten Sie erst nach Ihrer Einstellung feststellen, dass Ihr Gehalt unter dem branchenüblichen Satz liegt, suchen Sie im letzten Drittel Ihrer Probezeit das Feedback-Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Nutzen Sie Ihre Chance, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, wenn Ihr Chef Ihnen seine Zufriedenheit signalisiert. Argumentieren Sie in etwa so: Ihr bisheriges Gehalt stelle Ihr Einarbeitungsgehalt dar. Nun, wo sich beide Seiten ein Bild von den Anforderungen beziehungsweise den Leistungen des anderen gemacht haben, möchten Sie gerne über Ihre Verdienstmöglichkeiten nach der Probezeit verhandeln.

Tipp: Lassen Sie den Umstand, dass Sie es verabsäumt haben, bei Ihrer Einstellung richtig zu verhandeln, in jedem Fall unerwähnt. Ihr Arbeitgeber soll nicht den Eindruck gewinnen, dass Sie Ihr Gehaltsgefüge sowie Ihre eigenen Kompetenzen falsch eingeschätzt haben.

Gehalt: Gerade in österreichischen Unternehmen ein Tabu!

Das Thema Gehalt ist in vielen heimischen Betrieben ein heißes Eisen. Eine von StepStone durchgeführte Umfrage ergab: 43 Prozent der Fach- und Führungskräfte haben noch nie mit dem Vorgesetzten über ihr Einkommen verhandelt - das sollten Sie schleunigst ändern! :-)

© StepStone 2010

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