Laaanger Bewerbungsprozess

Auch Personalmanager machen im Bewerbungsprozess Fehler.

Laaanger Bewerbungsprozess

Auch Personalmanager machen im Bewerbungsprozess Fehler.
Von Jobsuchenden im Bewerbungsgespräch erwartet man die Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln. Vom Personaler aber auch. Das Internet bietet eine Unzahl an Tipps und Tricks für Jobsuchende. Welche Form des Lebenslaufes ist en vogue, wie sieht ein gelungenes Bewerbungsschreiben aus, wie komme ich zu einem perfekten Bewerbungsportrait, was erwartet Bewerber beim Jobinterview, wie kleidet man sich dem Anlass entsprechend usw. Does und Donts für Interviewer findet man hingegen sehr viel weniger. Was nicht bedeutet dass sich Personaler ungehobelt benehmen dürfen. Einige Verhaltensregeln müssen auch von ihnen einhalten werden.

Welche No-Gos im Bewerbungsprozess müssen Bewerber nicht akzeptieren

  1. Wer auf seine Bewerbung keinerlei Reaktion bekommt, darf sich zu Recht beschweren. Niemand hängt gerne in der Luft. Eine Eingangsbestätigung bedeutet keinerlei Aufwand und Dank E-Mail nimmt die Korrespondenz mit Bewerbern nicht allzu viel Zeit in Anspruch.
  2. Wenn Interviewer unpünktlich zum Gespräch erscheinen. Beginnt das Gespräch mit mehr als zehn Minuten Verspätung sollte der Interviewer sich mit einem triftigen Grund entschuldigen. Immerhin wird das Nervenkostüm des Bewerbers mehr als gewöhnlich strapaziert.
  3. Jeder Interviewer erhebt den Anspruch, dass Jobsuchende sich gut informieren und auf das Gespräch vorbereiten. Im Gegenzug ist eine ungenügende Vorbereitung des Recruiters auf das Gespräch, egal wie stressig der Alltag sein mag ein No-Go. So eine Handlung zeugt von mäßiger Professionalität, Wertschätzung und Fairness.
  4. Fällt der Interviewer gleich zu Beginn mit Fachfragen über den Jobsuchenden her, schafft das kein angenehmes, vertrauensförderndes Klima. Schlimmsten Falls wird der Bewerber in die Flucht geschlagen, zumindest wird er einen schlechten Eindruck mitnehmen.
  5. Werden Bewerber mit den Worten „draußen warten noch andere Bewerber“ zur Eile gedrängt , handelt es sich schlichtweg um Respektlosigkeit. Einen guten Nachgeschmack wird das Gespräch wohl kaum hinterlassen.
  6. Interviewer, die einem ständig ins Wort fallen und lieber von sich erzählen als zuzuhören, sind sehr unangenehme Gesprächspartner. Hier kann kein vernünftiges Gespräch zustande kommen und schon gar kein klares Ergebnis erzielt werden.
  7. Unerwartete teils skurrile Fragen kommen in Interviews vor. Gut, man möchte die geistige Beweglichkeit der Bewerber testen. Aber bei der Frage „Wie viele Kühe leben in Kanada?” stellt sich schon die Frage nach dem Bezug zum Arbeitsalltag.
  8. In vielen Betrieben gibt es ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, man möchte eben auf beiden Seiten eine sichere Entscheidung. Anders wenn sich der Bewerbungsprozess dadurch ewig in die Länge zieht. Hier kann man es einem Bewerber nicht übel nehmen, wenn er bei einem anderen Unternehmen mit kürzerem Prozess unterschreibt.
  9. Ein gutes Bewerbungsgespräch ist von dem Bemühen beider Seiten, einen guten Prozess zu gestalten und von einem respektvollen Umgang miteinander abhängig.

Zur Autorin:
Daniela Schlick ist erfahrene Personalberaterin, Dipl. Bildungsmanagerin und ISO zertifizierte Trainerin. Sie setzt ihre Expertise dafür ein, BewerberInnen bei der Berufsorientierung, in der Bewerbungssituation und bei der Karriereplanung zu coachen. Webtipp: www.danielaschlick.at

Von Jobsuchenden im Bewerbungsgespräch erwartet man die Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln. Vom Personaler aber auch. Das Internet bietet eine Unzahl an Tipps und Tricks für Jobsuchende. Welche Form des Lebenslaufes ist en vogue, wie sieht ein gelungenes Bewerbungsschreiben aus, wie komme ich zu einem perfekten Bewerbungsportrait, was erwartet Bewerber beim Jobinterview, wie kleidet man sich dem Anlass entsprechend usw. Does und Donts für Interviewer findet man hingegen sehr viel weniger. Was nicht bedeutet dass sich Personaler ungehobelt benehmen dürfen. Einige Verhaltensregeln müssen auch von ihnen einhalten werden.

Welche No-Gos im Bewerbungsprozess müssen Bewerber nicht akzeptieren

  1. Wer auf seine Bewerbung keinerlei Reaktion bekommt, darf sich zu Recht beschweren. Niemand hängt gerne in der Luft. Eine Eingangsbestätigung bedeutet keinerlei Aufwand und Dank E-Mail nimmt die Korrespondenz mit Bewerbern nicht allzu viel Zeit in Anspruch.
  2. Wenn Interviewer unpünktlich zum Gespräch erscheinen. Beginnt das Gespräch mit mehr als zehn Minuten Verspätung sollte der Interviewer sich mit einem triftigen Grund entschuldigen. Immerhin wird das Nervenkostüm des Bewerbers mehr als gewöhnlich strapaziert.
  3. Jeder Interviewer erhebt den Anspruch, dass Jobsuchende sich gut informieren und auf das Gespräch vorbereiten. Im Gegenzug ist eine ungenügende Vorbereitung des Recruiters auf das Gespräch, egal wie stressig der Alltag sein mag ein No-Go. So eine Handlung zeugt von mäßiger Professionalität, Wertschätzung und Fairness.
  4. Fällt der Interviewer gleich zu Beginn mit Fachfragen über den Jobsuchenden her, schafft das kein angenehmes, vertrauensförderndes Klima. Schlimmsten Falls wird der Bewerber in die Flucht geschlagen, zumindest wird er einen schlechten Eindruck mitnehmen.
  5. Werden Bewerber mit den Worten „draußen warten noch andere Bewerber“ zur Eile gedrängt , handelt es sich schlichtweg um Respektlosigkeit. Einen guten Nachgeschmack wird das Gespräch wohl kaum hinterlassen.
  6. Interviewer, die einem ständig ins Wort fallen und lieber von sich erzählen als zuzuhören, sind sehr unangenehme Gesprächspartner. Hier kann kein vernünftiges Gespräch zustande kommen und schon gar kein klares Ergebnis erzielt werden.
  7. Unerwartete teils skurrile Fragen kommen in Interviews vor. Gut, man möchte die geistige Beweglichkeit der Bewerber testen. Aber bei der Frage „Wie viele Kühe leben in Kanada?” stellt sich schon die Frage nach dem Bezug zum Arbeitsalltag.
  8. In vielen Betrieben gibt es ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, man möchte eben auf beiden Seiten eine sichere Entscheidung. Anders wenn sich der Bewerbungsprozess dadurch ewig in die Länge zieht. Hier kann man es einem Bewerber nicht übel nehmen, wenn er bei einem anderen Unternehmen mit kürzerem Prozess unterschreibt.
  9. Ein gutes Bewerbungsgespräch ist von dem Bemühen beider Seiten, einen guten Prozess zu gestalten und von einem respektvollen Umgang miteinander abhängig.

Zur Autorin:
Daniela Schlick ist erfahrene Personalberaterin, Dipl. Bildungsmanagerin und ISO zertifizierte Trainerin. Sie setzt ihre Expertise dafür ein, BewerberInnen bei der Berufsorientierung, in der Bewerbungssituation und bei der Karriereplanung zu coachen. Webtipp: www.danielaschlick.at

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