No-Go’s in der Bewerbung

No-Go's in der Bewerbung: Diese 7 Fehler kosten Sie den Job
Auch der beste Kandidat kann sich durch ein schlechtes Bewerbungsschreiben um den Job bringen. Wenn Sie die Stelle wirklich wollen, sollten Sie vor allem auf diese sieben Details achten.

Ungefähr sechs Sekunden nehmen sich Personalchefs großer Unternehmen Zeit für Ihre Bewerbung. Wer dabei durch Fehler auffällt, ist ganz schnell wieder aussortiert. Wir zeigen Ihnen, welche Fehler Sie garantiert aus dem Bewerbungsprozess katapultieren – und was Sie dagegen tun können.

 

Formale Kriterien des Anschreibens missachten

Rechtschreibung und Grammatik müssen im Bewerbungsschreiben makellos sein. Wer unsicher ist, lässt eine zweite Person Korrektur lesen. Ebenso peinlich: Fehler im Anschreiben  – wer in einer copy/paste-Bewerbung einen falschen Firmennamen oder die Ansprechperson der letzten Bewerbung stehenlässt, hat meist schon verloren. Profi-Tipp: Beim letzten Durchlesen auch noch darauf achten, dass alle Anlagen angehängt sind. Nichts ist mühseliger, als das gleich E-Mail nochmal zu schicken, weil der Lebenslauf versehentlich vergessen wurde.

 

Sklavische Anbiederung an das Stelleninserat

Viele Jobinserate sind wie ein Wunschzettel ans Christkind: In ihnen wird der ideale Kandidat beschrieben, den es meist in dieser Form überhaupt nicht gibt. Wer daher auf Stellenausschreibungen wartet, dessen Anforderungen er hundertprozentig erfüllen kann, wartet vergeblich. Besser: Überall bewerben, wo die Muss-Kriterien erfüllt werden – und dabei die eigenen Talente und Erfolge in Bezug zur Ausschreibung setzen. Haben Sie die Stellenanzeige richtig interpretiert?

 

Das eigene Ego im Mittelpunkt

Der größte Fehler, den vor allem (bislang) Erfolgreiche in Ihrem Anschreiben machen, ist eine ego-zentrierte Perspektive. Wer nur darüber schreibt, was er alles schon erreicht hat, lockt keinen Personaler aus der Reserve. Besser: Sich Gedanken darüber machen, was die künftige Rolle im Wunschunternehmen sein könnte – und wie die eigenen Fähigkeiten darauf einzahlen. Personaler wollen wissen, wie die eigene Berufserfahrung dem Arbeitgeber in spe nutzt – und welche handfeste Vorteile sie von einer Einstellung des Kandidaten sich erwarten können.

 

In der Bewerbung zu emotional werden

Niemand liest gerne seitenlanges überhebliches Eigenlob, ebenso wenig wie Bewerbungen, denen man die verunsicherte Tiefstapelei schon ansieht. Und: Auch wenn die Jobsuche schon lange dauert und ein gewisses Frustpotenzial mit sich bringt, darf man Ihnen die Verzweiflung nicht anmerken. Denken Sie immer daran: Eine positive, aktive Einstellung bringt mehr als negative Schwarzseherei.

 

Bewerbung ohne Beweise

Unterschätzen Sie niemals die psychologische Wirkung von Zahlen. Sie geben jeder Aussage sofort mehr Gewicht und Glaubwürdigkeit. Das gilt insbesondere für die eigenen Erfolge im Lebenslauf. Wer durch seine Arbeit Kosten sparen, Umsätze steigern oder Kunden zufriedener machen konnte, sollte das auch quantitativ in Zahlen und Prozenten beziffern. Behaupten, dass Ihre Arbeit einen Mehrwert geschaffen hat, lässt sich leicht. Ist der Erfolg aber messbar, wird er zum Fakt.

 

Hohle Phrasen dreschen

Verzichten Sie in Ihrer Bewerbung auf Standardfloskeln. Statt teamfähig, motiviert und verantwortungsvoll zu sein wie alle anderen, umschreiben Sie doch kurz ein Projekt, das Sie in der Vergangenheit positiv abgeschlossen haben – und sich mit einer Herausforderung beschäftigt hat, vor der auch das aktuelle Unternehmen steht. Formulieren Sie das Beispiel so, dass Personaler gleich erkennen, inwiefern Sie der Firma einen Mehrwert bieten und vorhandene Probleme lösen können.

 

Einer unter vielen sein

Wer sich bewirbt, steht automatisch in Konkurrenz mit zig anderen Kandidaten. Um sich zu behaupten, sollte man daher zeigen, was einen im Vergleich zu allen anderen auszeichnet: Das ganz persönliche Alleinstellungsmerkmal oder der „Unique Selling Point“ sollte möglichst authentisch und ehrlich sein und die eigene Passung zum Unternehmen betonen. Bei der Suche hilft Feedback von Freunden und Familie – oder die Frage: „Was bringe ich in ein Unternehmen mit, was für den zukünftigen Erfolg entscheidend sein könnte?

Bildnachweis: www.istockphoto.com

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