Wien, April 2011. Nach Meinung der Mehrheit unter den Fach- und Führungskräften sollte es auch in Zukunft keine Quote geben, die den Frauenanteil in der Belegschaft österreichischer Unternehmen regelt. Die Jobbörse www.stepstone.at hat 6.496 Fach- und Führungskräfte aus acht europäischen Ländern gefragt, wie sie zur Frauenquote stehen und ob ihr Arbeitgeber eine solche Regelung bereits vorsieht.
Das Ergebnis für Österreich: 53 Prozent der Befragten sind gegen eine solche Quote, lediglich 38 Prozent befürwortet sie. Demgegenüber gaben 20 Prozent der Befragten an, dass der Mindestanteil weiblicher Mitarbeiter bei ihrem Arbeitgeber bereits festgelegt sei. Bei der Mehrheit der teilnehmenden Fach- und Führungskräfte (80 Prozent) gibt es hingegen keine solche Richtlinie.
Auch das Ergebnis auf europäischer Ebene zeigt: In keinem der teilnehmenden Länder ließe sich unter den Arbeitnehmern eine Mehrheit für die Frauenquote finden. Vielmehr liegt das österreichische Resultat leicht unter dem europäischen Durchschnitt, demzufolge 69 Prozent der Befragten gegen eine Geschlechterquote in Unternehmen sind. Mit 18 Prozent ist der Anteil derjenigen, die bereits in einem Unternehmen mit Quotenregelung arbeiten, im europäischen Mittel sogar etwas niedriger als in Österreich. Mit 43 Prozent ist Norwegen die Hochburg der Quotenbefürworter. Seit 2008 müssen dort laut Gesetz 40 Prozent der Aufsichtsratsplätze aller größeren börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt werden. Vergleichbar mit Österreich in ihrer Zustimmung sind die Belgier: 37 Prozent plädieren für eine Quote und 27 Prozent der Befragten arbeiten in einem Unternehmen, das bereits eine Quotenregelung umsetzt. Die Dänen betrachten die Frauenquote mit Abstand am kritischsten: Ganze 84 Prozent der Befragten lehnen sie ab.
© StepStone GmbH