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Jobwechsel: Wissen Sie, was wirklich in ihrem Arbeitszeugnis steht?

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Mit Ihren Austrittspapieren bekommen Sie meist auch das Arbeitszeugnis zur Kontrolle vorgelegt. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie wissen was wirklich drin steht - schließlich wird es Bestandteil jeder neuen Bewerbung sein. 

Kennen Sie die Elemente eines qualifizierten Arbeitszeugnisses?

Ihr Zeugnis muss auf dem offiziellen Firmenbriefpapier erstellt werden. Üblicherweise wird als Überschrift Zeugnis oder Arbeitszeugnis geschrieben. Die Einleitung enthält Vor- und Zunamen des Mitarbeiters, das Geburtsdatum und den Geburtsort sowie das korrekte Eintritts- und Austrittsdatum. Den Kern des Arbeitszeugnisses stellt die Aufgabenbeschreibung dar. Beispiel: … die Hauptaufgaben von … waren… Auf eine ausführliche Beschreibung der Tätigkeiten folgt die Bewertung der Leistungen. Die Aspekte Arbeitsmotivation, Können, Fachwissen, Weiterbildung, Arbeitsweise und Arbeitserfolg werden berücksichtigt.

Beispiel für eine sehr gute Arbeitsmotivation: Herr Müller zeigte stets höchste Eigenmotivation, großes Engagement und ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein. Mangelnde Arbeitsmotivation wird etwa so umschrieben: Herr Müller war im Großen und Ganzen in ausreichender Weise eigenmotiviert und engagiert.

Abschließend wird in einem Schlüsselsatz die Leistungsbeurteilung noch einmal zusammengefasst. Dieser Schlüsselsatz sollte natürlich möglichst positiv sein zum Beispiel: …hat die übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. 

Beispiel für eine mangelhafte Leistung: Insgesamt nahm er seine Aufgaben durchaus zu unserer Zufriedenheit war und entsprach größtenteils unseren Anforderungen.

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis nimmt auch Bezug auf das Sozialverhalten des Mitarbeiters. Hier wird das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern aber auch gegenüber Kunden und Geschäftspartnern beschrieben.

Beispiel für sehr gutes Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen: Aufgrund seiner kooperativen Haltung war er bei Vorgesetzten und Kollegen stets äußerst geschätzt und beliebt.

Negatives Beispiel: Er verfügte über gute Umgangsformen, sein Benehmen gegenüber Kollegen war meist annehmbar.

Zu den Schlussformulierungen zählen der Kündigungsgrund, die Dankes-Bedauerns-Formel und die Wünsche für die Zukunft. Im Idealfall hält das Zeugnis eine arbeitnehmerseitige Kündigung fest. Die Dankes-Bedauerns-Formel ist rechtlich nicht vorgeschrieben, ist aber in jedem guten Zeugnis zu finden, genau wie die Zukunftswünsche.

Positives Beispiel: Wir danken Herrn Müller für seine stets sehr guten Leistungen und bedauern sein Ausscheiden sehr. Wir wünschen diesem exzellenten Mitarbeiter auf seinem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Negative Formulierungen: Wir danken Herrn Müller für sein Interesse an den Aufgaben. Für die Zukunft wünschen wir viel Glück und künftig auch Erfolg.

Der Ausstellungsort und das korrekte Datum (Austrittsdatum) gehören zu den formalen Punkten des Arbeitszeugnisses. Es gilt die Regel, dass Arbeitszeugnisse von einem in der betrieblichen Hierarchie höher angesiedelten Mitarbeiter unterzeichnet werden müssen. Nicht selten findet sich die Unterschrift des Fachvorgesetzten zusammen mit der, eines Vertreters der Personalabteilung.

© StepStone 2010

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