Schwächung Anderer ist das Stichwort, wodurch eine gezielte Behinderung von Arbeitsleistungen erfolgt.
Neid, Intrige, Missgunst und Ausgrenzung sind so alt wie die Menschheit selbst und am Arbeitsplatz oftmals präsent. Schwächung Anderer ist das Stichwort, wodurch eine gezielte Behinderung von Arbeitsleistungen erfolgt. Diese Behinderung kann körperlich oder psychischer Natur sein, wie Kommunikationsverweigerung, Vergabe nicht zu lösender Aufgaben, verbale Angriffe, sexuelle Belästigung, Entzug von Arbeitsmaterialien, etc.
Diese gezielte Behinderung kann in alle Hierarchie-Richtungen stattfinden, zwischen Kollegen, oder zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Meist werden jene Personen attackiert, die als weniger widerstandskräftig eingeschätzt werden oder die sich in niedrigeren Positionen befinden.
Warum wird gemobbt
Häufig reagieren Menschen auf vermutete Veränderung wie etwa die Angst, dass gewisse Personen den Arbeitsplatz übernehmen könnten, mit Verunsicherung. Statt offen über mögliche Konflikte zu sprechen, kommt es zum "Mobbing".
Mobbing am Arbeitsplatz kann krank machen
Die Folgen, die die Intrigen beim Opfer auslösen, reichen von psychosomatischen Störungen (Kopf- und Magenschmerzen) bis hin zu schweren Depressionen. Auf jeden Fall gehen sie Hand in Hand mit Leistungsabfall und häufigen Krankenständen.
Was Sie tun können
Tipp 1 - das Mobbingtagebuch:
Wichtig ist, dass Sie alles dokumentieren können. Halten Sie die Schikanen fest: Zeit, Ort, Personen und Art der Handlungen.
Tipp 2 - Reden Sie mit Vertrauten
Schlucken Sie Ihr Problem nicht hinunter. Suchen Sie das Gespräch mit Vertrauten, mit Ihrem Vorgesetzten. Wenden Sie sich an den Betriebsrat oder an die eigens eingerichtete Mobbing-Stelle des ÖGB (Tel.: 01/534 44-344).
Tipp 3 - Mobber sachlich darauf ansprechen
Wichtig dabei: Sprechen Sie die Person ruhig und unter vier Augen an. Kontrollieren Sie Ihre Körpersprache - Sie müssen selbstsicher wirken. Halten Sie Ihre Emotionen in Zaum - greifen Sie Ihr Gegenüber keinesfalls an.
Tipp 4 - Suchen Sie nach Verbündeten im Unternehmen, die Ihnen zur Seite stehen.
Tipp 5 - Was tun, wenn die Situation bereits zu verfahren ist?
Auch wenn Sie sich im Recht fühlen, sollten Sie sich nicht allzu lange dem Psychoterror aussetzen. Falls der Chef zu den Mobbern gehört, ist es besser, die Aktionen aufzudecken und Schadenersatz zu fordern.
Tipp 6 - Geben Sie sich nicht die Schuld
Viele Opfer zerbrechen sich den Kopf über die eigene vermeintliche Schuld an der Situation. Dabei ist vielmehr die Arbeitsatmosphäre, die Mobbing gedeihen lässt - und für diese tragen letztlich die Führungskräfte die Verantwortung.
Daniela Schlick
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