Vorsicht Karrierefalle

Eine verpatzte Präsentation, ein Fehler in deiner Kalkulation oder eine vergessener Geschäftstermin? Das sind unangenehme Pannen, aber noch lange keine Karrierebremse. Was ihren Aufstieg wirklich stoppen könnte, haben wir hier in kürze für Sie zusammengefasst:
Selbstüberschätzung
Die Grenze zwischen Selbstüberschätzung und Selbstbewusstsein ist fließend. Wer sachliche oder persönliche Kritik nicht ernst nimmt, schränkt seinen Horizont gefährlich ein und wird im Unternehmen bald nur noch von sich selbst geschätzt.
Spielregeln missachten
In jedem Unternehmen gibt es ungeschriebene Gesetze. Sie sind Teil der Unternehmenskultur. Beobachte daher genau: Wer gibt den Ton an? Was wird von Mitarbeitern erwartet - bezüglich Kleidung, Arbeitszeiten, Umgangsformen, Einsatz? Welche Freiheiten kann man sich wirklich nehmen?
Entwicklungsstillstand
Von Mitarbeitern wird heute erwartet, dass sie ihr Wissen ständig aktualisieren. Die meisten Menschen betrachteten zwar Weiterbildung als notwendig, die wenigsten sind aber bereit, diese aus der eigenen Tasche zu bezahlen.
Netzwerke nicht beachten
Vitamin B hilft: 60 Prozent des beruflichen Erfolgs gehen auf das Konto von Beziehungen. Es ist ratsam sich in bestehende Netzwerke einzuklinken und sie für sich zu nutzen.
Ziellosigkeit
Wer Erfolg haben will braucht ein konkretes Ziel. Spätestens nach drei Berufsjahren sollte man Antworten auf die Fragen: Was kann ich? Was will ich? Was brauche ich dazu? Wie kann ich das erreichen? Bis wann? haben. Denn dann liegen bereits erste Erfahrungen vor und man kann besser abschätzen, ob jeder Karriereschritt auch den eigenen Interessen entspricht.
Teamunfähigkeit
Wenn unterschiedlichsten Temperamente, Ansichten, Kulturen und Arbeitsweisen aufeinanderprallen und flache Hierarchien, Personalwechsel und unklare Kompetenzen die Zusammenarbeit zusätzlich erschweren, wird mangelnde Teamfähigkeit oftmals zum Stolperstein für aufstrebende Talente. Wer sich hier als echtes Führungstalent profiliert, hat beste Chancen aufzusteigen.
Falsche Bescheidenheit
Schlechtes Selbstmarketing spiegelt sich nicht nur am Gehaltszettel wieder, es spielt auch eine wesentliche Rolle beim Scheitern. So unangenehm einem Selbstdarstellung sein mag - die tollste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt.
Undank
Nicht immer reicht ein einfaches "Dankeschön" für einen Gefallen. Im Berufsleben erwarten die meisten eine Gegenleistung, auch wenn sie es nicht aussprechen. Wichtig ist es, im geeigneten Moment von der erhaltenen Unterstützung etwas zurückzugeben.
Sich seiner Sache zu sicher sein
So sehr Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen als Qualifikationen für Führungskräfte gefordert werden, so fatal wirkt es sich aus, wenn sich jemand seiner Sache zu sicher ist: Wenn ein Mitarbeiter sich etwa einbildet, tun und lassen zu können, was er will, bloß weil sein Chef ihn mag.
Ungeduld
In der Ruhe liegt die Kraft. Wenn sich bestens ausgebildete und erfolgshungrige Nachwuchskräfte zu schnell zu viel Verantwortung aufhalsen, der sie noch nicht gewachsen sind. Noch immer ist es die Übung, die den Meister auszeichnet.
Daniela Schlick
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