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Frauen und Jobs: Wertewandel im Management

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Die Zukunft braucht weibliche Kompetenzen.
Das männliche und weibliche Prinzip.


Unter dem männlichen Prinzip versteht man das geistige Potenzial aller vorstellbaren Möglichkeiten. Dies entspricht den Qualitäten der linken Gehirnhälfte, die logisch und rational Informationen sequenziell verarbeitet. Es können keine unbekannten Informationen aufgenommen werden.

Unter dem weiblichen Prinzip versteht man das schöpferische Prinzip, das aus den vorhandenen Möglichkeiten immer wieder neue Formen hervorbringt. Das entspricht den Qualitäten unserer rechten Gehirnhälfte, die in der Lage ist, alle Informationen gleichzeitig, analog und bildhaft verinnerlicht umzusetzen. Die weibliche Seite des Gehirns arbeitet rhythmisch und melodisch, sie reagiert auf Impulse und kann auf vielfältige Weise Unbekanntes hinzufügen und verarbeiten.

Frauen und Jobs: Wertewandel im Management

Die Vereinigung als Lösung
Damit sich diese weibliche fließende Kraft voll ausdrücken kann, muss der männliche rationale Verstand seine bisherige kontrollierende Übermacht abgeben. Wenn beide Seiten - das Rationale und das Schöpferische - konkurrenzlos zusammenwirken, können sie Neues erschaffen, zum Wohle aller Beteiligten.

Aus dem Buch "Die helle und die dunkle Seite der Macht von Christine Bauer-Jelinek: "Männer konnten von Frauen die "sanften" Eigenschaften lernen. So entstand eine neue Spezies von Mann: der "Softie" und mit ihm stieg die Angst zu "verweiblichen". Ebenso mussten sich die Frauen mit ihrer Angst vor der Vermännlichung auseinandersetzen, wenn sie in der Arbeitswelt weiterkommen wollen. Erst wenn beide Geschlechter sich in beiden Welten zurechtgefunden haben, wird es egal sein, ob es sich beim Lehrmeister um einen Mann oder eine Frau handelt."

Im 21. Jahrhundert geht es weniger um Konkurrenz und Vorherrschaft, sondern um Übereinstimmung und ein ausgewogenes Miteinander zum Wohle aller Beteiligten. Ganzheitliches Denken und Handeln gewinnen immer mehr an Bedeutung, auch in der Arbeitswelt.

Die Wirtschaftskrise ist "männlich"
In den letzten Jahren hat in den westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsformen eine Diskussion über einen Paradigmenwechsel begonnen. Längst ist man sich in Führungskreisen bewusst, dass ein Umdenken bezüglich wirtschaftlicher Ziele und gesellschaftlicher Werte notwendig geworden ist: Weg von der so genannten "Ellenbogen-Gesellschaft" und hin zu mehr Selbstverantwortung mit sozialer Kompetenz.

Kompetenzstudie 2008
Laut der Kompetenzstudie 2008, die von Juni bis Dezember in Kooperation mit TRAINING als Online-Umfrage lief, ist "Ethik" ausschließlich eine Tugend der Frauen! Dr. Kurt Riemer, Initiator und Autor der Kompetenzstudie, beschreibt männliche und weibliche Kompetenzen folgendermaßen. Männer verfügen vor allem über strategische- und Entscheidungskompetenz, also die Fähigkeit, um auf einsamer Jagd erfolgreich zu sein. Die Stärken der Frauen liegen in der Beziehungs- und Gesundheitskompetenz sowie in der ethischen Kompetenz, also den atmosphärischen Zuständigkeiten.

Wohin hat die (männliche) Jagd nach zweistelligen Profitraten geführt? Die Rechnung für die Vorstellung, dass Gott den liebt, der ökonomisch erfolgreich ist, ohne auf Natur, Umwelt und andere Menschen und ethische Werte Rücksicht zu nehmen, müssen wir jetzt alle bezahlen. Der anstehende Wertewandel vom zahlenorientierten Kosten- und Gewinndenken zu einer sozial verantwortlichen, positiven Zukunftsperspektive ist nur mit den weiblichen Kompetenzen zu schaffen! Ähnliches gilt auch für ältere Personen, die soziale Kompetenz durch ihre Lebenserfahrung auf dem Weg zur reifen Persönlichkeit gewonnen haben.

Wirtschaft und Führung muss daher weiblicher werden!

Autorin:
Mag. Irene Galler

www.ganzheitscoaching.at

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