Stellenanzeigen richtig interpretieren
Wie gut kennen Sie das gängige Vokabular?
Ob ein Stelleninserat erfolgreich war, misst das Unternehmen meist an der Zahl der dazu eingelangten Bewerbungen. Der Arbeitgeber will unter mehren geeigneten Bewerbern/innen den/die bestqualifizierteste/n herausfiltern. In Job-Inseraten werden vor allem die Vorteile des zu besetzenden Arbeitsplatzes angepriesen. Die Chancen auf einen guten Job lassen sich erheblich verbessern, wenn man es lernt, Stellenanzeigen richtig zu interpretieren.
Ganz allgemein gilt
Wenn Sie glauben, Sie kommen für die Stelle in Frage und das Angebot wirkt auf Sie seriös, sollten Sie auf jeden Fall Ihre Bewerbung abschicken. Bewerben Sie sich aber auf eine Anzeige, deren Anforderungsprofil Sie nicht im geringsten erfüllen, verschwenden Sie Ihre Zeit und die des Recruiters.
Lernen Sie zwischen den Zeilen zu lesen
Wer das gängige Vokabular in Inserattexten kennt, ist in der Lage, selbstkritisch zu überprüfen, ob er/sie über die im Inserat angesprochenen Anforderungen verfügt. Zudem hilft dieses Wissen dabei das Bewerbungsschreiben so zu formulieren, dass man sich als geeigneter Kandidat präsentieren kann. Aber Achtung: Wer im Stellenangebot nur "Erwünschtes" kommuniziert, wirkt unglaubwürdig und einfallslos.
- Belastbarkeit: Sie verlieren auch unter Zeitdruck das Ziel nicht aus den Augen und erzielen gute Ergebnisse.
- Durchsetzungsvermögen: Sie begründen Ihre Überzeugung/Ergebnisse in Meetings und setzen sie meist durch.
- Empathie: Sie akzeptieren die Meinungen und Argumente von Kollegen/innen und bringen Verständnis für ihre Motive und Gedanken auf.
- Entscheidungsstärke: Sie zielen auf sofortige Ergebnisse, übernehmen das Kommando, veranlassen Dinge und treffen schnelle Entscheidungen.
- Initiative: Sie verhalten sich extroviertiert und menschenorientiert. Sie fühlen sich herausgefordert, wenn andere für neue Aktivitäten gewonnen und zusammengebracht werden müssen.
- Kommunikative Kompetenz: Sie zielen auf geradlinige Kommunikation ohne viel Geschwätz. D.h. Sie formulieren Sachverhalte so, dass unterschiedlichste Personen/Fachgruppen/Abteilungen sie verstehen.
- Leistungsbereitschaft: Sie wissen wann Sie gebraucht werden und setzen Ihre Arbeitskraft nach der Aufgabenstellung und nicht nach dem Dienstplan ein.
- Lernfähigkeit: Sie sind empfänglich für Impulse aus Ihrer Umgebung und lassen Sie in Ihre eigenen Ideen einfließen.
- Selbstbewusstsein: Sie sind sich über Ihre Stellung im Unternehmen wie im Team bewusst und kennen Ihre eigene Fähigkeiten und Grenzen gut.
- Aufgeschlossenheit: Sie können Kritik gut annehmen, neue und andere Ideen akzeptieren, diskutieren und produktiv nutzen.
- Feedback: Sie fühlen sich in einer Umgebung wohl, in der gegenseitiger Austausch über Projektfortschritte und sofortige Rückmeldung erwünscht ist.
- Personalkompetenz: Sie sind geschickt im Umgang mit Menschen. Sie erkennen die beruflichen Qualifikationen und Stärken im Team und setzen die Mitarbeiter gezielt danach ein.
- Ergebnisorientierung: Der "Ergebnisorientierte Mensch" handelt selbstsicher und kämpft um seine Ziele; er ist direkt und ein schneller Denker.
- Kundenorientierung: Sie rücken den Kunden in den Mittelpunkt des Denkens und Handelns, erkennen so seine Bedürfnisse frühzeitig.
- Problemlösungskompetenz: Sie wissen, dass nicht überall schnelle Ergebnisse möglich sind. Sie gehen logisch an die Aufgabe heran und schaffen es, auch neue und unerwartete Probleme in einem angemessenen Zeitraum zu lösen.
Daniela Schlick
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